Spontane Hilfe aus Unna: Ein Rettungswagen fürs Kriegsgebiet

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von links: Christian Luppa (Christian Luppa stellv. Leiter des Bereichs Feuerschutz- und Rettungswesen), Bürgermeister Dirk Wigant, Michael Hartmann (stellv. Wehrleiter), Dr. Boris Hait und der zuständige Beigeordnete Markus von der Heide.

Dr. Boris Hait, Leiter des Palliativzentrums am Christlichen Klinikum, hat heute aus den Händen von Bürgermeister Dirk Wigant einen 8Jahre alten Rettungswagen für das Krisengebiet in der Ukraine erhalten.

Der Rettungswagen ist vollbetankt und voll beladen mit medizinischer Ausrüstung an den Mediziner übergeben worden und geht nach Lwiw (Lemberg).

„Ich freue mich, dass wir hier spontan und unbürokratisch helfen konnten. Durch Dr. Hait wissen wir, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie auch gebraucht wird“, sagt Wigant.

Die Firma Heisel und Heiner hat das Fahrzeug vor der Übergabe als Spende kostenlos technisch überprüft und gewartet. Die Firma Wessels und Müller hat, ebenfalls als Spende, neue Fahrzeugbatterien gespendet. Und schließlich hat GTÜ an dem Fahrzeug kostenlos eine Hauptuntersuchung (TÜV) durchgeführt.

„Auch dafür kann ich nur meinen herzlichen Dank aussprechen, ebenso den Fraktionen im Rat der Stadt, die diesem Vorgehen zugestimmt haben“, so Wigant.

Dr. Boris Hait war über viele Jahre in Unna aus Leitender Notarzt tätig und ist an der Feuerwache seit jeher bekannt. „Ich bin der Stadt Unna und ihrer Feuerwehr für diese Spende sehr dankbar. Rettungswagen werden in der Ukraine dringend benötigt“, sagte Hait.

Er wird sich am Wochenende mit zwei Fahrern auf den Weg in Richtung polnisch-ukrainischer Grenze machen. Rund 1600 Kilometer warten auf die Gruppe. Hait rechnet mit einer Wartezeit an der polnischen Grenze.

„Die sind dort im Moment sehr genau“, weiß er von Freunden zu berichten. Wie gefährlich die Reise wird?

„Noch ist Lemberg nicht bombardiert worden, aber wir wissen nicht, was der Tyrann Putin als Nächstes plant.“

Er steht in ständigem Kontakt mit seiner ehemaligen Heimat, denn Hait wurde in der Ukraine (Lemberg) geboren und bat die Feuerwehr Unna um Unterstützung für seine Heimat.

Die Lage in der Ukraine schildert er aufgrund seiner bestehenden freundschaftlichen und kollegialen Kontakte als dramatisch, jede Hilfe könne das vorhandene Leid vor Ort lindern.

„Aber die große Spendenbereitschaft Deutschlands und auch Unnas ist in der Ukraine angekommen“, erzählt Dr. Boris Hait.
Ziel ist das Unfallkrankenhaus in Lemberg, um dort den Transport und die Versorgung verletzter und/oder verwundeter Menschen zu unterstützen.

Der Bedarf wurde vom Bürgermeister in Lemberg und dem stv. Leiter des Unfallkrankenhauses (Chirurgie) bestätigt.
Zudem erhält Hait aus Haushaltsmitteln der Stadt 2500 Euro, damit er weitere medizinische Hilfsmittel kaufen kann. So ist auch hier sichergestellt, dass die Spende der Kreisstadt Unna zielgerichtet eingesetzt wird.

Quelle Stadt Unna

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