„Neue“ Bummelzone: Man sieht und fühlt die Unterschiede

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Die Neugestaltung der Unnaer Fußgängerzone schreitet auf der Massener Straße abschnittsweise voran.

Inzwischen sieht man schon was – und fühlt auch die Änderungen, wenn man über das jetzt holperfreie neue Pflaster flaniert.

Im Endausbau der Fußgängerzone, der in drei Bauabschnitten erfolgt, werden Bäume, Bänke, Spielgeräte und Abfallkörbe in einem Zwischenstreifen angeordnet, informierte die Stadt vorab.

„Einen großen funktionalen Unterschied wird auch die Wahl des Oberflächenmaterials ausmachen: Überall dort, wo Last und Bewegung auftreten, setzt die Stadt auf Betonplatten. Von ihnen erhofft man sich, dass sie – anders als das bisherige Natursteinpflaster im Mittelstreifen der Massener Straße – dauerhaft fest liegen.“

Rund 2 Mio. Euro soll die Umgestaltung der Fußgängerzone in den Bereichen Massener Straße und Hertingerstraße kosten – die ursprüngliche 70-Prozent-Förderung stieg aufgrund der Corona-Pandemie auf 100 Prozent. Denn das Land übernimmt bei solchen Städtebauprojekten den kommunalen Eigenanteil, womit die Stadtkasse um rund 602.000 Euro geschont wird.


Mit der Neugestaltung soll sich die Aufenthaltsqualität in Unnas Zentrum deutlich steigern – durch eine klare Gliederung des Straßenraumes.

Dabei sollen alle Beläge fußgängerfreundlich mit großformatigem Betonpflaster ausgeführt werden.
Taktile Elemente und Aufmerksamkeitsfelder sollen nach enger Abstimmungmit dem Behindertenbeirat Menschen mit Sehbehinderungen sicher durch die neue Fußgängerzone leiten.

Visualisierung der künftigen Massener Straße bei Nacht / Quelle Stadt Unna


Bänke, Spielpunkte und eine neue Beleuchtung sollen die Fußgängerzone für die nächsten Jahrzehnte zum einem Erlebnisraum mit Einkaufsmöglichkeiten werden lassen.
So sieht die Planung im Detail aus
– Quelle: Unna.de/Ratsinformationssystem

  1. Massener Straße

Im Rahmen der Sanierung … wird in einem ersten Bauabschnitt die Massener Straße zwischen dem Lindenpatz und dem Marktplatz sowie die Hertingerstraße modernisiert.

Der Freiraum „Fußgängerzone Massener Straße“ wird aus der Idee entwickelt, dass dieser sich durch eine einfache ablesbare Ordnung strukturiert. Sie entsteht durch ein Funktions- und Aufenthaltsband auf der Nordseite der Massener Straße, welches alle Ausstattungselemente wie Beleuchtung, Bänke, Spielpunkte, Bäume etc. integriert.

Südlich des Funktionsbandes zeichnet ein mittiges breites Band den weiten Bogen der nördlichen Gebäudeflucht nach und schafft damit einen spannenden offenen Straßenraum, der dem Fußgänger gehört.

Zur Neuordnung gehört die einheitlichere Gestaltung der Warenpräsentation, Werbung und Außengastronomie unterschiedlichster Ladenlokale. Entlang der Südfassaden werden Warenauslagen deutlich von den Fassaden abgerückt und unter Schirmen aufgestellt, so dass sich ein durchgängiges Flanieren entlang der Ladenlokale anbietet.

Entlang der Nordfassade werden die Warenauslagen direkt an den Fassaden aufgestellt und es verbleibt ein freier Durchgang zwischen Warenauslage und Funktionsband. Zur verbindlichen Regelung der privaten Möblierung in der Fußgängerzone liegt zurzeit der Entwurf einer zukünftigen Gestaltungsrichtlinie vor, die in einem Beteiligungsverfahren mit den Geschäftsinhabern und Gastronomen abgestimmt wird.

Die Anlieferung der Geschäfte erfolgt in einem vorgegebenen Zeitfenster über das mittlere Band, wobei in den ausstattungsfreien Flächen angehalten und Waren angeliefert werden können, ohne die Durchfahrt für weiteren Lieferverkehr zu behindern.

Alle Beläge werden fußgängerfreundlich flächig und eben mit großformatigerem Betonpflaster ausgeführt.

In enger Abstimmung mit den Vertretern für die Belange von Menschen mit Behinderung ist eine auf der Nordseite des mittleren Bandes angeordnete taktile Leitlinie durch die Massener Straße vorgesehen. Die Geschäftszugänge werden durch Aufmerksamkeitsfelder gekennzeichnet. Das mittlere Band erhält ein dunkleres, die seitliche Fläche ein helles Betonpflaster.

Beidseitig des mittleren Bandes begleitet den Fußgänger eine Lichtinstallation (die Konzeption und Planung erfolgt durch den Künstler Andreas Schmid, Berlin) in Form von bodenebenen Lichtbandsegmenten durch die Massener Straße zum Lindenplatz.

Alle genannten Flächen werden in Betonpflaster ausgeführt.

Außenbeleuchtung

Es wurden zwei Mastaufsatzleuchten sowie eine Lichtstele in der Massener Straße zur Bemusterung installiert.

Auf der Grundlage der Bemusterung bei Tageslicht sowie bei Dunkelheit durch den AK Fußgängerzone am 10.07.2019 wurde als Leitprodukt für Gestaltung und Funktion die Mastaufsatzleuchte VEXO „A“ der Fa. Vexo ausgewählt.

Nach Vorgabe der Stadtwerke Unna/HeLiNET werden W-LAN-Sender in einigen Mastaufsatzleuchten integriert.

Zur Taubenabwehr werden die Leuchtendeckel für die Ausstattung mit Taubenspikes vorbereitet.

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