Schüler virtuell und reell auf Spuren jüdischen Lebens

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Virtuell und reell auf den Spuren jüdischen Lebens:

Jüngst war ein Geschichtskurs der Gesamtschule Fröndenberg zu Besuch im zib in Unna.

Vor 73 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 fanden die Novemberpogrome statt, bei denen Ausschreitungen gegen Jüdinnen und Juden in Deutschland organisiert wurden, die den Beginn der systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im Nationalsozialismus darstellten.

Zudem ist dieses Jahr das Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.

Dies wurde zum Anlass genommen, im Rahmen einer Kooperation zwischen Gesamtschule und Lerntreff im zib mit Schülerinnen und Schülern das Thema jüdisches Leben damals und heute aufzugreifen.

Im Rahmen der Schulung im zib besuchten die Schüler den jüdischen Friedhof in Unna, auf dem Jürgen Düsberg sie herumführte und über die Personen und deren Leben erzählte, die dort begraben sind. Dadurch wurde jüdisches Leben in der Region Unna thematisiert.

Darüber hinaus besuchten alle Schüler das Anne Frank Haus mit Hilfe der Virtual Reality Brillen. In dieser App konnten Sie virtuell durch das Haus gehen und sich von Anne Frank berichten lassen, wie das Leben zu der Zeit für Sie uns Ihre Familie dort war.

Der letzte Bestandteil der Schulung war das gemeinsame Anschauen eines Films zum Thema jüdisches Leben in Deutschland von Jugendlichen zur heutigen Zeit.

Hier erfuhren Sie anhand von Erzählungen von Jugendlichen, wie unterschiedlich das Leben der jungen Leute jüdischen Glaubens aussehen kann, und welche Rolle Antisemitismus noch heute spielt.

Anschließend diskutierten die Jugendlichen die neuen Erkenntnisse. Das Zusammenspiel der Erfahrungen zum Thema jüdisches Leben in Unna, virtuelle Zeitreise durch den Besuch des Anne Frank Hauses sowie die Thematisierung des jüdischen Lebens junger Leute in Deutschland heute bewerteten die Schüler am Ende des Tages als äußerst gewinnbringend.

Interessierte Personen sind eingeladen, sich im Lerntreff unter Tel.: 02303/103-760 für das Ausprobieren der VR-Brillen anzumelden und beispielsweise die Anne-Frank-App zu testen. Auch interessierte Schulen können sich melden.

Quelle Pressemitteilung Stadt Unna

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