Schwerte: Taxifahrer flieht vor Messer-Bedroher ins Taxi und schließt sich ein

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Messerangriff - Symbolbild, Foto Rinke

Mit einem äußerst aggressiven Fahrgast bekam es am frühen Sonntagmorgen (03.10.2021) ein Taxifahrer in Schwerte zu tun.

Er hatte den Kunden von Hagen zum Bahnhof Ergste chauffiert. Gegen 04.10 Uhr stoppte er dort, nannte den Fahrpreis.

Statt zu zahlen, schmiss der volltrunkene Fahrgast einen 5-Euro-Schein in den Innenraum des Fahrzeugs, spuckte verächtlich auf die Rückbank und verließ das Taxi.

Der Fahrer, der verständlicherweise nicht auf den Kosten sitzen bleiben wollte, sprang ebenfalls aus dem Taxi und rannte dem Fliehenden hinterher.

Plötzlich zog der stark alkoholisierte Mann ein Klappmesser aus seiner Tasche und ging drohend auf den Taxifahrer zu. Dieser rannte daraufhin zurück zu seinem Taxi und schloss sich im Wagen ein. Der 37-Jährige verfolgte ihn jedoch, hämmerte gegen die Scheibe, brüllte Beleidigungen.

Sodann trollte er sich in ein angrenzendes Wohngebiet. Der Taxifahrer verständigte daraufhin die Polizei.

Alarmierte Zivilfahnder trafen den 37-Jährigen wenig später im Bereich der Letmather Straße an, nahmen ihn fest und brachten ihn zur Wache. „Nach Einleitung eines Strafverfahrens und erfolgter Ausnüchterung wurde er im Laufe des Tages aus dem Polizeigewahrsam entlassen“, schließt Polizeisprecher Christian Stein seine Meldung.

Auf Nachfrage ergänzte er, dass der Mann in Schwerte wohnt, Deutscher ist und bereits wegen gefährlicher Körperverletzung und eines Diebstahldelikts polizeilich in Erscheinung getreten ist.

4 KOMMENTARE

  1. Wie der antisemitische Angriff in Hamburg vor zwei Wochen zeigt, ist die Auskunft der Polizei „deutscher Täter“ mitunter nur die halbe Wahrheit. Egal, bald wird es wichtiger sein, ob die Verdächtigen FFP2 trugen oder nicht.

    • Herr Ludwig Fun, deshalb sind jetzt alle Straftäter Ihrer Ansicht nach nicht Deutsch? Hinterfragen Sie einmal bei Gelegenheit Ihren Alltagsrassismus. Ach ja, der mutmaßliche Mörder der jungen Frau in Hamm ist ein Biodeutscher. Das dürfte Ihnen entgangen sein.

  2. wenn ich meinen Alltagsrassismus hinterfrage, stelle ich fest, daß meine Lebensgefährtin (mit Migrationshintergrund) dieselbe Schieflage wie ich bei Pressemeldungen beobachtet. Und wenn ich schreibe „die halbe Wahrheit“, dann sollten rudimentäre Mathematikkenntnisse ausreichen um festzustellen, daß nicht „ALLE“ gemeint sind. Ach ja, der mutmaßliche Killer Alim K., der in Hamm seine schwangere Ex-Freundin mit 76 Messerstichen niedergemetzelt haben soll, hat auch die „deutsche Staatsangehörigkeit“. Aber man ist halt Rassist, wenn man zu bestimmten Themen Stellung bezieht – und Verschwörer, wenn man den gesunden Menschenverstand einsetzt, usw,usw…

    • Herr Fun, Sie verallgemeinern und pauschalisieren und nehmen hier eine Vorverurteilung vor, die wir schlicht und ergreifend als Alltagsrassimus konstatieren und uns mit Nachdruck nicht zu Eigen machen. Differenzieren scheint aus der Mode gekommen. Besten Gruß!

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