Luftfilter an Schulen: WfU-Anträge „frech übergangen – was sind uns in Unna Kinder wert…“

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Klassenzimmer - Symbolbild Foto: S. Rinke

„Unser Resümee: Was sind uns unsere Kinder wert. In Unna anscheinend sehr wenig… „

Dieses bittere Fazit zieht die Ratsfraktion „Wie für Unna“ mit Rückblick auf zwei frisch gescheiterte Anträge.

„In Unna herrscht ein klares Nein zu den Anträgen der WfU-Fraktion zum Thema Luftreinigungsgeräte für Schulen“, resümiert WfU.

Im Haupt- und Finanzausschuss am vergangenen Donnerstag, 16.9.21, wurde der Wfu-Antrag „Prüfung der Anschaffung/Installation von „Low-Cost-Abluftanlagen“ (vom Max-Planck-Institut für Chemie entwickelt) von Bürgermeister Wigant aufgerufen.

Sodann, erinnert sich WfU-Fraktionsvorsitzende Ingrid Kroll, stellte ihr der Bürgermeister „süffisant“ folgende Frage:

Wollen Sie die gleiche Erklärung wie beim letzten Mal?“

„Mir hat das ehrlich gesagt erst einmal die Sprache verschlagen“, erklärt Ingrid rückblickend auf diesen Vorgang. „Das passiert mir eigentlich selten, aber hier war ich mit einer solchen Frage wirklich überrascht.“

Zwei unterschiedliche Anträge hatte WfU zum Thema Luftfilter an Schulen gestellt, erinnert Kroll.

„Der letzte Antrag unterscheidet sich als Prüfantrag deutlich vom Antrag ,Mobile Raumlüfter für die Unnaer Schulen‘ vom 2. August.“

Dann diese Frage, „die mir allerdings auch zeigt“, so Kroll mit harscher Kritik an den Bürgermeister, „dass der Antrag nicht gelesen worden sein kann.“

Auch nicht von den Ratskollegen, betont die WfU-Chefin: „Denn der erste Antrag wurde gar nicht beschlossen, sondern frech übergangen. Unser Prüfantrag jetzt, weder diskutiert noch beraten! Die Ablehnung folgte auf dem Fuße mit 18 Nein zu 2 Ja Stimmen.“

Die WfU ist „entsetzt, enttäuscht bis fassungslos, wie der Rat mit den Sorgen der Eltern in der immer noch anhaltenden pandemischen Lage umgeht. Insbesondere hätten wir von den Grünen Ratskollegen zumindest eine Debatte erwartet – da genau ihre Partei im Bundestag dazu einen Antrag gestellt hat.“

Beide WfU-Anträge wurden dennoch „abgeschmettert, ohne Diskussion und ohne mit der Wimper zu zucken“, schließt Kroll ernüchtert.

„Unser Resümee: Was sind uns unsere Kinder wert. In Unna anscheinend sehr wenig… „

Quelle: Pressemitteilung Wir für Unna

1 KOMMENTAR

  1. Die Ignoranz und Selbstherrlichkeit unserer Ratsmitglieder ist kaum noch zu überbieten. Vielleicht sollte sich die Damen und Herren vor einer Ratssitzung mal 5 Minuten sammeln und sich bewusst werden wessen Interesse sie hier zu vertreten haben.
    Nicht die der Bundesregierung, auch nicht die der Landesregierung, schon gar nicht parteiinternen und erst recht nicht eigene Interessen.
    Somit ergibt sich auch die Frage nach geheimen Abstimmungen nicht.
    Ein Frechheit aber ist es wie neuerdings Anträge sowohl von Bürgern als auch von den kleineren Ratsparteien behandelt werden.
    Es mag ja sein dass diese Anträge in Form und Inhalt unzutreffend sind.
    Der Anstand gebietet es allerdings sich auch mit diesen Eingaben fair und sachbezogen auseinander zu setzen.

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