Mann mit Rollator, Polizei und Retter angegriffen – Mit Blut gespuckt

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Faust, Gewalt - Symbolbild, Quelle Rinke

„War es ein aggressiver Ausnahmezustand?“

Diese Frage stellt sich kopfschüttelnd die Dortmunder Polizei.

Ein Mann, der gerade mit seinem Rollator unterwegs war, Polizeikräfte sowie der Rettungsdienst wurden gestern Abend (06.09.2021) massiv von einem 23-Jährigen angegriffen.

Augenzeugen meldeten kurz nach 20 Uhr über den Polizeinotruf einen höchst aggressiven Mann, der gerade ln def Innenstadt auf einen 56-Jährigen, der mit Rollator unterwegs war, einschlug.

Zu diesem Zeitpunkt warf der Aggressor auch bereits die im Rollator gelagerten Einkäufe umher und beschädigte dadurch ein geparktes Auto.

Der 56-Jährige konnte nur zuschauen und auf Hilfe hoffen.

Polizeikräfte überwältigten den Wüterich. Er leistete massiven Widerstand, wurde gefesselt. Mit seinen Beinen stemmte er sich gegen eine Hauswand, um die Polizistin und den Polizisten abzuschütteln.

Die Beamten brachten den gefesselten Mann zu Boden. Dort versuchte der 23-Jährige,um sich zu treten – augenscheinlich mit dem Ziel, Polizisten zu verletzen.

Ein gezielter Blendschlag gegen den Kopf des jungen Dortmunders beendete die gefährliche Situation“, schreibt die Polizei.

Mehrere Polizisten mussten gleichwohl den lauthals brüllenden Mann, der die Beamten unentwegt beleidigte, am Boden kontrollieren.

Als die Beamten dem Randalierer vom Boden aufhelfen wollten, nutzte dieser die Gelegenheit und trat einem Beamten in den Genitalbereich – Angreifer und Polizist stürzten unkontrolliert zu Boden. Hierbei verletzte sich der Gefesselte im Gesicht.

Der nun erneut am Boden liegende und jetzt verletzte 23-Jährige beruhigte sich weiterhin nicht. Erneut – mit großem Kraftakt und unter starken Angriffen – gelang es den Polizisten, den Mann auch an den Füßen zu fesseln.

Anschließend versuchte der Verletzte, die Einsatzkräfte mit Blut zu bespucken.

Eine Rettungswagenbesatzung versorgte den Verletzten medizinisch, musste dabei jedoch zahlreiche Beleidigungen über sich ergehen lassen. Außerdem versuchte der Tobende, eine Rettungskraft durch einen Kopfstoß anzugreifen – nur schnelles Wegdrehen verhinderte eine möglicherweise schlimme Verletzung.

Letztlich behandelten Ärzte den Mann in einem Krankenhaus. Von den zuständigen Stellen wurde er nach dem Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG) in eine entsprechende Einrichtung verlegt.

„Der Mann hat nun ein Strafverfahren mit einer Vielzahl von Straftaten zu erwarten: Körperverletzung, Tätlicher Angriff und Widerstand, Beleidigung auf sexueller Grundlage sowie Sachbeschädigung“, endet diese durchaus denkwürdige Polizeimeldung.

Quelle: Polizei Dortmund

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