Lkw-Fahrer konnte nicht entladen – Stadt zu lasch gegen Falschparker?

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Symbolbild Meinungsbeitrag - Eselsbrunnen auf dem Unnaer Markt / Archiv: S. Rinke RB

Stell dir vor, du sollst Ware anliefern, kannst dein Lieferfahrzeug aber nirgendwo abstellen – weil alles heillos zugeparkt ist.

So erging es nach Beobachtung unseres Lesers Volker Viebahn heute Morgen einem Lkw-Fahrer in der Unnaer Fußgängerzone.

Viebahn teilte sich in einer seiner regelmäßigen Mails der Ordnungsamtsleiterin Heike Güse mit. Verbunden damit kritisierte er ein zu lasches Vorgehen gegen Falschparker durch das Ordnungsamt.

Dienstag ist in Unna Markttag. Die City ist immer besonders voll, ebenso wie freitags.

Das Ordnungsamt war gut präsent, bemerkte Viebahn.

„Zwei Doppelstreifen, einmal männlich besetzt. Also geballte Kraft auf dem Markt.“

Dann wollte vor der Parfümerie Pieper auf der Bahnhofstraße besagter LKW entladen.

„Der Fahrer wurde auf die Feuerwehrzufahrt von 3,50 m hingewiesen. Der gute Mann hatte gar keine andere Möglichkeit, als auf dem Kopfsteinpflaster zu parken. Wie soll er seine Ware loswerden?“, fragt Viebahn kritisch in seiner Mail an die Ordnungsamtchefin.

„Die Niesenstr./Schäferstr. waren auch zugeparkt, das versuchte er Ihren Herren klarzumachen und bat dann um die Erstellung von Lade-/Endladezonen.

Rechts und links vom Kopfsteinpflaster stehen die Werbeaufsteller der Geschäfte. Vermutlich im richtigen Abstand vom Laden. Das kann ich nicht beurteilen.

Nur mit den Falschparkern passierte nichts, vielleicht hatte man den Block vergessen. Schauen Sie in die Bornnekampstraße, die Schillerstraße, da liegt das Knöllchen-Geld auf der Straße.

Das nur einmal als Hinweis zum heutigen Markttag.“

Geht das Ordnungsamt Unna nicht konsequent genug gegen Falschparker vor? Wir sammeln Meinungen und Erfahrungen unserer Leser.

2 KOMMENTARE

  1. Auch im Nicolaiviertel wird regelmäßig in der Spielstraße geparkt, ohne Folgen.
    Vor einiger Zeit war es so , dass der Rettungswagen nicht durchkam und einmal um den Block musste um zum Güldenen Trog zu gelangen. Außerdem wird dieser regelmäßig von einer Anwohnerin blockiert und das auch in falscher Richtung, so das Fahrzeuge im Rückwärtsgang um eine Häuserecke fahren und diese und die Fahrzeuge beschädigen.
    Durch Ansprache der Mitarbeiter des Ordnungsamtes wird hier jetzt öfter mal nachgesehen, aber wohl keine Knöllchen verteilt.
    Wohl auch mit Rücksicht auf die Gastronomen, da einige Parkplätze weggefallen sind, durch eine Baustelle.

  2. Allgemein ist das in Unna zu lasch geregelt. An vielen Stellen, speziell in Außenbereichen, hört man oft, dass überhaupt nie Knöllchen an falsch parkenden Autos gesehen werden. Im Innenstadtbereich dafür sehr regelmäßig. Böse Zungen könnten da ein Schema unterstellen. Das gleiche gilt bei schlechtem Wetter. Da sind die Politessen scheinbar nicht in der Lage, Parksündern auf die Schliche zu kommen.
    Verwunderlich ist ebenso, dass nicht alle beim Ordnungsamt Knöllchen verteilen dürfen. Letztens verfolgte ich ein Gespräch zwischen einer aufgebrachten Dame, die rechtmäßig auf einem Behindertenparkplatz parken wollte, dieser aber durch einen Pkw ohne entsprechenden Ausweis besetzt war, und einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes, welcher zwar Fotos des Fahrzeugs anfertigte, jedoch darauf verwies, dass dies im Aufgabenbereich der Knöllchenschreiber läge und er das nicht ahnden dürfe.
    Ich schweife wahrscheinlich etwas vom Thema ab, aber die Problematik erstreckt sich auf fast alle Bereiche, sei es überwucherte Gehwege, Müllablagerungen, Drogen- und Trinkerszene,usw.. Hier müsste die Stadt meiner bescheidenen Meinung nach härter durchgreifen (dürfen)!

    Eine positive Sache möchte ich zum Abschluss aber doch noch kundtun: Das Team des Ordnungsamtes, welches Donnerstag und Freitag an der Baustelle Viktoriastraße/Platanenallee sowohl Schüler als auch Erwachsene davon abhielt, die Absperrungen zu umgehen und durch den fließenden Verkehr im Kreisel abzukürzen, haben ganze Arbeit geleistet! Danke für zumindest etwas Sicherheit und danke für das dicke Fell der beiden Herren bei manch Kommentaren der durchaus verärgerten und uneinsichtigen Passanten.

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