In Fröndenberger Häusern stand das Wasser 1,50 m hoch – Land unter auch im Bornekamp

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1,50 Meter hoch geflutet fand eine Familie aus Fröndenber-Warmen ihr Wohnhaus nach der Rückkehr von einem Campingurlaub vor. Die gesamte Nachbarschaft sei fassungslos, erzählten uns die immer noch sprachlosen Hausbesitzer. (Foto: Privat)

+++Alle UPDATES zum Thema Hochwasser, drohender Deichbruch und Evakuierungen in Fröndenberg finden Sie HIER+++

„Der Morgen danach…“ titelte Yvonne Ackerhans aus Unna eine kleine Bilderserie, die sie uns heute Vormittag (5. Juli) aus dem Bornekamp schickte.

Auch das Naherholungsgebiet Unnas wurde von dem Starkregen am gestrigen Sonntag heftig getroffen und stand flächig unter Wasser.

„Der untere Weg am Teich ist noch nicht begehbar und man kommt auch nicht auf den Hundeplatz“, berichtet Yvonne Ackerhans. „Dort muss man auch mit den Hunden vorsichtig sein, weil der ganze Weg überspült ist und man nicht erkennen kann, wo es zum Teich und zum Bach heruntergeht.“

Etwas Gutes kann sie dem vielen Wasser aber auch abgewinnen: „Die Natur freut sich, und man muss im Garten nichts gießen. Allen eine schöne Woche.“

Fotos aus dem Bornekamp von Yvonne Ackerhans

Probleme mit gewässerten Gärten haben zahlreiche Fröndenberger auf ganz andere Weise:

Foto: Privat

Wie unsere Redaktion am gestrigen Sonntag fortlaufend berichtete, wurde die Ruhrstadt von zwei kurz aufeinanderfolgenden Gewitterfronten mit voller Wucht getroffen, so schlimm wie keine andere Stadt in NRW.

Keller liefen voll, Straßen wurden zu Flüssen, Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis und dem Märkischen Kreis waren ab dem Mittag im Großeinsatz. HIER berichten wir.

„Die Lage spitzte sich im Laufe des Abends zu, so dass Landrat Mario Löhr in der Nacht eine Großeinsatzlage ausgerufen hat“, berichtete am frühen Montagmittag Kreissprecher Max Rolke. „Der Kreis Unna musste die Einsatzkräfte vor Ort unterstützen. Die Rettungsleitstelle des Kreises Unna zählte zwischen Sonntagmittag und dem heutigen Morgen rund 320 Einsätze in Fröndenberg.“

Schwerpunkt der Einsätze war, wie auch auf RB berichtet, der östliche Teil der Stadt.

Im Löhnbachtal lief neben dem Freibad (Video oben) auch das gleichnamige Seniorenzentrum voll Wasser. Es musste evakuiert werden. „Die Feuerwehr war die Nacht über vor Ort, um Wasser aus dem Gebäude abzupumpen“, berichtet Max Rolke.

Besonders stark betroffen waren auch die Stadtteile Neimen, Warmen und Frohnhausen. Dort stehen teilweise noch Straßen unter Wasser, dort standen – stehen – Hausbesitzer fassungslos vor komplett gefluteten Parterrewohnungen.

Fotos: Privat

Ein Leser aus Warmen, der am frühen Nachmittag von einem Campingurlaub heim nach Fröndenberg eilte, fand sein Haus in einem katastrophalen Zustand vor:

Das Wasser stand 1,50 Meter hoch in der gesamten unteren Etage. Es ist vorerst unbewohnbar. „Wir können es hier in der Nachbarschaft nicht fassen“, schrieb er uns auf Facebook.

Auch aufgrund der teilweise unterspülten Straßen gibt es zur Stunde mehrere Sperrungen. Betroffen ist weiterhin auch die Bahnlinie zwischen Fröndenberg und Wickede/Ruhr – dort fahren seit gestern frühnachmittags keine Züge mehr.

Über die aktuelle Lage informierten Kreis, Stadt und Feuerwehr am Nachmittag bei einer Pressekonferenz im Stiftsgebäude. HIER berichten wir.

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