Evakuierungen in Fröndenberg ausgeweitet: Rund 700 Menschen müssen ihre Häuser verlassen – Deich hält

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+++UPATE 6.7., 20 Uhr – der Deich wurde kontrolliert durchbrochen, Schlamm und Wasser flossen langsam ab – um 20 Uhr wurde die Evakuierung aufgehoben.+++

Ohne Ende Blaulicht und Tatütata in der Ruhrstadt auch am zweiten Abend des Hochwasser-Ausnahmezustandes.

Dutzende Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes und des Katastrophenschutzes sind am frühen Montagabend, 5. Juli, in einer langen Fahrzeugkolonne zur Fröndenberger Gesamtschule im Wiesengrund gefahren. Dort bezogen die Helferinnen und Helfer ihren Standort für die Versorgung der von Flut und Deichbruch betroffenen Anwohner.

Die von Stadt, Kreis und Feuerwehr am Nachmittag angekündigten Evakuierungen der überfluteten östlichen Stadtbezirke liefen umfangreicher als zunächst geplant ab. So meldete die Stadt Fröndenberg zuletzt gegen 19.30 Uhr:

„Krisenupdate+++

Nachdem die präventive Evakuierungen bis jetzt gut angelaufen sind, hat die Feuerwehr jetzt den Bereich in Westick noch einmal erweitert und festgelegt, dass die auch die oberen Etagen zu evakuieren sind.

Deshalb sind jetzt noch einmal Team aus der Stadt Fröndenberg zu den betroffenen Anwohnern unterwegs, um sie zu informieren.

Personen, die nicht vorübergehend zu Familie oder Freunden gehen können, haben die Möglichkeit, in der Gesamtschule betreut zu werden.

Wir können leider noch keine Aussage treffen, wie lange es andauernd wird.

Ab 20.30 Uhr wird an der Westicker Straße / Ecke Hermann-Löns Straße ein Shuttlebus stehen, um die evakuierten Personen zur Gesamtschule zu bringen.“

+++Weiteres UPDATE am Dienstagmorgen, 6. Juli:

Das Ufer des Teichs ist aufgeweicht, das Technische Hilfswerk vor Ort. (Foto Kreis Unna)

Die gute Nachricht: Der bruchgefährdete Deich des Angelteichs oberhalb von Fröndenberg-Westick hat in der Nacht zum Dienstag gehalten. Deshalb konnte um 6 Uhr die Großeinsatzlage wieder aufgehoben werden.

„Komplette Entwarnung bedeutet dies jedoch noch nicht“, warnt die Kreisverwaltung in einem Lage-Update vom Dienstagmorgen.

„Zwar konnte das THW das Wasser abpumpen, jedoch liegt noch jede Menge Schlick im Teich. Heute soll der Bereich mit so genannten Big Packs, riesigen Schüttgutbehältern, die aussehen wie große Säcke, weiter gesichert werden.“

Die Evakuierungsmaßnahme dauert währenddessen noch an. Rund 700 Anwohnerinnen und Anwohner, rund doppelt so viele wie gestern Mittag noch vorgesehen, mussten die Nacht bei Freunden oder Verwandten verbringen.

Rund 40 kamen in der von der Stadt Fröndenberg bereitgestellten Unterkunft in der Gesamtschule unter.

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