Erste „Kaisergeburt“ in Unna – Willkommen, kleine Lennja!

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Oberärztin Dr. Petra Blanke mit Lennja und ihre Eltern Ivonne Pirkes und Mark Leineweber. (Foto: CKU)

„Kaisergeburt“ – ein Wort, das zwei Begriffe verbindet, die bisher nicht gemeinsam vorstellbar waren: Kaiserschnitt und natürliche Geburt. Mit diesem neuen Angebot in der Geburtshilfe können nun Mutter, Vater und Kind auch im Falle eines notwendigen Kaiserschnitts von der ersten Sekunde an eine besondere Beziehung aufbauen.

Chefarzt Doctor-medic Cosmin Paul Sărac und Oberärztin Dr. Petra Blanke sind im Christlichen Klinikum Unna sozusagen die „Geburtshelfer“ der Kaisergeburt. Und die kleine Lennja und ihre Eltern Ivonne Pirkes und Mark Leineweber sind die stolze Familie, die die Premiere erleben konnte.

„Es war für uns beim dritten Kind und dem dritten Kaiserschnitt ein wunderbares neues Erlebnis“,

schildert die glückliche Mutter.

Das Besondere bei der Kaisergeburt ist die Phase der unmittelbaren Geburt. Dabei wird das Kind – wie immer – sanft durch die Bauchdecke von den Ärzten ins Leben geholt.

Mutter und Vater können dann, weil das Tuch im OP-Saal für diesen Moment gesenkt wird, dies unmittelbar miterleben.

Der Vater kann mit steriler Schere über das Tuch hinweg die Nabelschnur durchtrennen. Dann werden unmittelbar Mutter und Kind im OP weiter versorgt. Das Kind wird ihnen danach gezeigt bzw. an die Brust der Mutter gelegt.

„Die Eltern und auch wir im OP-Team haben die Kaisergeburt als sehr bewegend erlebt“, berichtet Oberärztin Dr. Blanke, die die kleine Lennja jetzt zur Welt holte.

„Eine Kaisergeburt ist und bleibt selbstverständlich eine Operation. Den Kaiserschnitt empfehlen wir allein aus medizinischen Gründen“, ist Chefarzt Doctor-medic Sărac die Aufklärung sehr wichtig. Das Erlebnis der Geburt nähere sich aber hier trotz des medizinischen Eingriffes dem der „normalen“ vaginalen Geburt so weit wie möglich an.

Eine Kaisergeburt kann jeder Schwangeren angeboten werden, die einen Kaiserschnitt benötigt – sofern keine medizinischen Gründe dagegen sprechen.

Quelle: Pressemitteilung Christliches Klinikum Unna

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