Minister Stamp: Kita-Beiträge für Mai und Juni entfallen – Prüfung von Lolli-Schnelltests

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Sehnsüchtige Botschaft am Zaun einer Kita im Frühjahr 2020, als nur Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufen betreut wurden. - Archivbild Rundblick Unna

Nach wochenlangem Hin und Her hat NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) Mitte voriger Woche gegenüber der Presse bekräftigt: Im Mai und Juni müssen die Eltern keine Kita-Beiträge zahlen und für das erste Halbjahr insgesamt nur die Hälfte der üblichen Summe.

Schließlich habe coronabedingt nicht das volle Angebot zur Verfügung gestanden, sagte Stamp laut Presseberichten von voriger Woche. Die Monate Mai und Juni würden – wie schon der Januar – komplett beitragsfrei gestellt.

Die Deutsche Presseagentur zitierte Stamp wie folgt:

„Klare Botschaft an die Eltern ist: Für das erste Halbjahr werden wir insgesamt die Hälfte der Beiträge erstatten. Sollte es wider Erwarten im Juli noch zu Störungen im System kommen, werden wir das natürlich auch noch mal entsprechend berücksichtigen.“

Einige Städte im Kreis Unna, z. B. Kamen und Bergkamen, sowie das Kreisjugendamt mit Zuständigkeit für Fröndenberg, Holzwickede und Bönen hatte die Beitragsübernahme für Mai bereits in Pressemitteilungen angekündigt. Für Unna hatte zuletzt die SPD auf Entscheidung des Landes gepocht, da die Stadt die fälligen 200.000 Euro pro Monat nicht allein stemmen könne. Ende April forderten Kreis und Kommunen beim Land Klarheit.

Wie das Procedere mit den Beiträgen praktisch ablaufen soll, ist allerdings noch offen, denn es gibt zum Thema Kitabeiträge auch weiterhin keine offizielle Mitteilung aus dem Stamp-Ministerium. Eltern sollten sich daher am besten direkt an ihr zuständiges Jugendamt wenden.

NRW prüft zudem eine umfassende Umstellung von Corona-Stäbchen-Tests auf Lolli-Tests in den Kitas. Das sei, so Minister Stamp, allerdings „nicht von heute auf morgen möglich“.

In der Prüfung für die Kitas seien nicht die PCR-Lolli-Tests, die seit Montag, 10. Mai, in allen Grund- und Förderschulen des Landes verwendet und im Labor ausgwertet werden. Das sei in dem ungleich größeren System mit 10.500 Kitas unterschiedlicher Träger nicht möglich. Statt dessen sollen in den Kitas „Lolli-Schnelltests“ angewendet werden, entweder in der Kita oder zu Hause.

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