Inzidenz im Kreis erstmals unter 165: So geht es mit Schulen und Kitas weiter

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Leeres Klassenzimmer / Archivbild Rundblick Unna

Erstmals seit Inkrafttreten der Corona-Notbremse ist die 7-Tages-Inzidenz an Neuinfektionen (je 100.000 Einwohner) heute, am 5. Mai, unter 165 gesunken. Der Wert liegt bei 163,1.

Update Donnerstag, der Wert sinkt weiter – auf 160.

Die 165 ist im Bundesinfektionsschutzgesetz als Schwellenwert für den Wechselunterricht an Schulen und Lockerungen im Kita-Betrieb festgesetzt.

Bisher sind alle Schulen im Kreis bis auf Abschluss- und Förderschulklassen nach dem Ende der Osterferien im Distanzunterricht verblieben. Die Kitas laufen im Notbetrieb, den das Land allerdings großzügig gestaltet hat: Eltern werden gebeten, ihre Kinder wenn möglich nicht in die Betreuung zu geben, doch sie dürfen es unabhängig vom Beruf tun.

Wo die Schulen nach den Osterferien aufgrund Inzidenzen unter 165 bei öffneten – etwa in den Kreisen Coesfeld oder Soest – stiegen die Inzidenzen nicht an, sondern sanken stetig ab. Der Kreis Soest, der hinter Hemmerde in Werl beginnt, glänzt seit nunmehr 3 Tagen sogar mit der niedrigsten Inzidenz in ganz NRW und hat heute die 70 unterschritten. Dort könnte wenn sich der Trend unter 100 stabilisiert, sogar wieder in Kürze voller Präsenzunterricht erfolgen. In allen geöffneten Schulen laufen parallel zweimal wöchentlich Selbsttests sämtlicher Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und weiterer schulischer Mitarbeiter.

Laut Bundesnotbremse gilt:

Schulen, Berufsschulen, Hochschulen, außerschulische Einrichtungen der Erwachsenenbildung und ähnliche Einrichtungen müssen ab einem Inzidenzwert von 165 den Präsenzunterricht grundsätzlich einstellen. Dies gilt analog für den Regelbetrieb von Kitas.

Bleibt die Inzidenz 5 Tage (und zwar WERKtage) stabil unter dem Wert 165, können – nicht müssen – erste Lockerungen in Schulen und Kitas erfolgen, und zwar ab dem dann folgenden Montag. Die offizielle Bekanntgabe erfolgt über das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS).

Hieße für den Kreis:

Von heute an, Mittwoch (5.5.), bis einschließlich Dienstag, 11. 5., muss die Inzidenz stabil bleiben bzw. weiter sinken. Ab Montag, 17. 5., könnten die Schulen im Kreisgebiet also in den Wechselpräsenzunterricht starten.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) fasst die Regeln wie folgt zusammen:

  • Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 165, so ist ab dem übernächsten Tag für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen die Durchführung von Präsenzunterricht untersagt. Abschlussklassen und Förderschulen sind von der Untersagung ausgenommen.
  • Die zusätzlichen Maßnahmen fallen wieder weg, wenn der jeweilige Grenzwert an fünf Werktagen in Folge wieder unterschritten wird. Dann gilt: Fällt die Inzidenz wieder stabil unter 165, kehren die Schulen am ersten Montag nach der entsprechenden Feststellung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) wieder zum Wechselunterricht im Sinne der Coronabetreuungsverordnung zurück.Nach § 28b Absatz 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind die vom Robert Koch-Institut (RKI) unter www.rki.de/inzidenzen veröffentlichten Werte für die Feststellung durch das MAGS maßgeblich.
  • Prüfungen, insbesondere Abschlussprüfungen, sind kein Unterricht im Sinne des Bundesgesetzes und bleiben daher von den Einschränkungen des Präsenzbetriebs unberührt. 
  • Die Länder können Betreuungsangebote (pädagogische „Notbetreuung“) einrichten.

Diese Vorgaben finden sich in Nordrhein-Westfalen wie schon die bisherigen Vorgaben zum Infektionsschutz in der Coronabetreuungsverordnung.

Ab Montag, 10. Mai, Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen:

Flächendeckende PCR-Pooltestungen – auch bekannt unter der Bezeichnung „Lolli-Tests“ – starten am Montag, 10. Mai, an allen Grundschulen, den Förderschulen sowie an den weiteren Schulen mit Primarstufe in NRW. „Das neue Testverfahren soll einen weiteren und wesentlichen Beitrag zu einem geregelten Unterrichtsalltag leisten und das weiterhin notwendige Testen soll besser und für die Schulen mit möglichst wenig Zeitaufwand in den täglichen Unterrichtsablauf integriert werden“, teilt das Schulministerium mit.

Für dieses „alters- und zielgruppengerechte Testverfahren“ habe das Land nunmehr alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen.

„Es handelt sich bei diesem Testverfahren um die PCR-Methode“, teilt das Ministerium in einer aktuellen Schulmail mit. „Diese Testmethode ist sensitiver als die Antigentests und identifiziert Infektionen auch bei niedriger Viruslast und damit wahrscheinlich geringerer Infektiosität. Dadurch und durch alle weiterhin umzusetzenden Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen erreichen wir eine größtmögliche Sicherheit und einen nochmals verbesserten Gesundheitsschutz.“

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