„Wir für Unna“ will sozialen Wohnraum mitten in der City

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Massener Straße in der Unnaer Fußgängerzone / Foto RB

Sozialen Wohnungsbau mitten in der Stadt – das schlägt die Fraktion Wir für Unna vor (WfU). Konkret nennt sie dafür den Parkplatz an der Schulstraße / Massener Straße.

Dort möchten die Grünen weniger Bebauung und vielmehr Grünfläche schaffen.

„In Unna herrscht eine massive Wohnungsnot im unteren Preissegment„, argumentiert jedoch WfU-Fraktionsvorsitzende Ingrid Kroll, frühere Ortsvorsteherin von Unna-Mitte.

„Der soziale Wohnungsbau wurde lange vernachlässigt, weshalb ein erhöhter Bedarf besteht. Die Wartelisten für bezahlbaren Wohnraum sind lang: Geringverdienende, Alleinerziehende und ältere Menschen mit geringer Rente finden keine adäquate Unterkunft. In wenigen Jahren gehen die geburtenstarken Jahrgänge in Rente und der Bedarf steigt weiter.“

Durch die gelebten Familienstrukturen und die meist über viele Jahre ausgesetzte Erwerbstätigkeit besonders von Frauen werde sich die Altersarmut künftig noch mehr verschärfen. Ein Umdenken über Verkäufe von städtischen Grundstücken müsse deshalb erfolgen, so die WfU.

„Das wenige ,Tafelsilber´, das die Stadt noch besitzt, darf nicht verkauft werden. Die Stadt muss Grundstücke ankaufen, und wenn das nicht möglich ist, muss über Erbbaurecht für das Bauland nachgedacht werden.“

Ein „Filetstück“ befinde sich mitten in der Innenstadt, unterstreicht „Wir für Unna“:

„Der Parkplatz in der Schulstraße wäre ein guter Ort für ein Objekt mit 20 bis 30 % sozialem Wohnraum. Soziale Brennpunkte werden mit integriertem sozialem Wohnraum verhindert.“

Statt Verkauf städtischer Grundstücken und der Nutzung des Erbbaurechts könne die Stadt auf ihren eigenen Grundstücken vielfältig Einfluss nehmen: auf Bauweise, Klimaschutzaspekte (Plusenergiehaus, Dachbegrünung, Fahrradstellplatzanlage, Elektroladestation), unteriridischen Stellplätzen…

„Für die Innenstadtbesucher stehen fußläufig -i n weniger als fünf Minuten zum Alten Markt – mehr als 1200 Parkplätze zur Verfügung. Ein Projekt, vielleicht sogar ein Modellprojekt, was für alle eine Win-win-Situation sein kann“, meint WfU.

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