Freitag ist Baustart für Unnas „neue“ Bummelzone – Massener Straße soll bis Oktober fertig sein

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Visualisierung der "neuen" Massener Straße nach der Sanierung. (Grafik c/o Stadt Unna)

Der Startschuss für die Sanierung der Unnaer Fußgängerzone fällt wie angekündigt noch in dieser Woche. Am Freitag (19. März) beginnen die umfangeichen Arbeiten mit Start auf der Massener Straße.

„Das erste Teilstück zwischen Lindenplatz und Altem Markt soll bis Oktober dieses Jahres fertiggestellt werden“, teilte die Stadtverwaltung am heutigen Dienstag mit, 16. März.

Die ramponierte Bummelzone wird komplett neu gepflastert. Zudem erhält sie den Seitenstraßen Fahrradabstellanlagen.

„Wir sind froh, dass wir hier nun anfangen können“, bekannte heute bei der Vorstellung der jetzt endlich startenden Sanierung Unnas Erster Beigeordneter Jens Toschläger.

Fast exakt vor einem Jahr hatte das ambitionierte Unterfangen ursprünglich beginnen sollen; doch wie berichtet, scheiterte der Zeitplan am Fördergeld des Landes, das für jenes Jahr nicht bewilligt wurde. Im zweiten Anlauf klappte es dann.

„Wir wollen die Bauarbeiten für die Bürgerinnen und Bürger und für den Einzelhandel so verträglich wie möglich durchführen“,

versichert Toschläger, wohl wissend, dass der avisierte Endtermin für den ersten Bauabschnitt schon recht nah an die Vorweihnachtszeit heranreicht; und noch ein weiteres ausgefallenes oder auch nur erschwertes Weihnachtsgeschäft nach dem existenzbedrohenden Corona-Shutdown könnte der Einzelhandel kaum verkraften.

Visualisierung der künftigen Massener Straße bei Nacht / Quelle Stadt Unna

Bauabschnitt I – Massener Straße und Hertinger Straße

  • Zwischen Markt und Lindenplatz sowie zwischen Markt und Flügelstraße wird die bauausführende Firma rund 4500 Quadratmeter Bodenbelag austauschen, aber auch verschiedene Arten von Technik integrieren.
  • Unter der Oberfläche aus Betonpflasterplatten, einigen Natursteinakzenten und den taktilen Leitlinien müssen Kabel für die Laternen, neue Trinkwasseranschlüsse und Kanaleinläufe verlegt werden.
  • Die Firma muss Pflanzbeete für die neuen Bäume anlegen und die Erdarbeiten für das Lichtband erledigen, das als künstlerisches Gestaltungselement mit in den Boden kommt.

Wie das künftige Pflaster aussehen wird, kann schon am kommenden Montag, 22. 3., auf einer kleinen Musterfläche am Beginn der Massener Straße begutachtet werden. Schon 2019 hatte die Stadt Unna eine Musterfläche auf dem Platz der Kulturen zur Besichtigung verlegt.

„Wir führen hier das fort, was der Arbeitskreis Fußgängerzone erarbeitet hat“, erklärt Jens Toschläger.

Die Arbeiten an der Massener- und Hertinger Straße werden als Erster Bauabschnitt für die Sanierung der Fußgängerzone ausgewiesen. Beginnen werden jedoch die Kommunalversorger, die sich abschnittsweise auf der südlichen Seite bis zum Lindenplatz vorarbeiten.

  • Strom-, Gas- und Wasserleitungen und Anschlüsse werden erneuert.
  • Vom Lindenplatz geht es dann zurück in Richtung Alter Markt.

„Eine Begehung zu den Geschäften wird im Optimalfall immer möglich sein“, erklärt Bernd-Robert Kreienbaum vom Tiefbauamt der Stadt Unna. An der Schulstraße wird ein Teil der Parkplatzfläche mit den Gerätschaften und Baucontainern der ausführenden Firma belegt sein.

Beim Endausbau der Fußgängerzone in drei Bauabschnitten werden Bäume, Bänke, Spielgeräte und Abfallkörbe in einem Zwischenstreifen angeordnet. Einen großen Unterschied wird auch die Wahl des Oberflächenmaterials ausmachen: Überall dort, wo Last und Bewegung auftreten, setzt die Stadt auf Betonplatten.

Von ihnen erhofft man sich, dass sie – anders als das bisherige Natursteinpflaster im Mittelstreifen der Massener Straße – dauerhaft fest liegen.

Die 1,6 Millionen Euro teure Baumaßnahme wird zu 100 Prozent gefördert.

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