Großeinsatz in Unna gegen Raser-, Poser- und Tuningszene – Polofahrer flieht vor Polizei

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Star Tankstelle / Beethovenring in Unna. (Foto RB)

Großeinsatz gegen die Raser-, Poser- und Tuningszene – diesmal nicht in Dortmund, sondern in Unna.

Die Kreispolizeibehörde bekam am späten Freitagabend, 5. 2., mit, so Polizeisprecher Bernd Pentrop, „etwa 20 Fahrzeugen mit hauptsächlich auswärtigen Kennzeichen“ zu tun, deren Fahrer „der Raser-, Poser- und Tuningszene zuzuschreiben sind“.

Gegen 22.35 Uhr meldete ein Zeuge etwa 20 Fahrzeuge auf dem Gelände der „Star“- Tankstelle am Beethovenring/Ecke Massener Straße. Die Fahrer würden immer wieder auf den Verkehrsring fahren, um sich dort „Rennen“ zu liefern.

Bei ihrem Eintreffen fanden die Einsatzkräfte die Freifläche des Tankstellengeländes neben der Waschanlage vollkommen zugeparkt vor. Im selben Moment, als die Polizeiautos auftauchten, eilten die zum Teil umherstehenden Personen in ihre Fahrzeuge und verließen schlagartig das Tankstellengelände.

Diejenigen, die sich weiter auf dem Gelände aufhielten, wurden kontrolliert. Die Polizeibeamten erteilten ihnen Platzverweise für das Grundstück.

Fotoquelle Polizei Unna / fb

Noch während der Kontrollen an der Star-Tankstelle gingen bei der Einsatzleitstelle Hinweise auf eine „Versammlung“ in Unna ein. Tatsächlich kam es im weiteren Verlauf zeitgleich an verschiedenen Stellen des Verkehrsrings zu Ansammlungen auswärtiger und nicht auswärtiger Fahrzeuge, berichtet die Polizei weiter. „Das Verkehrsaufkommen auf dem Innenstadtring war phasenweise deutlich erhöht.“ Einige, nicht alle Fahrzeuge seien „stark motorisiert und getunt“ gewesen.

Bei einer Aufklärung im Stadtgebiet stellte die Polizei fest, dass sich Fahrzeuge zunächst am Hellwegcenter am Ostring, an der Wasserstraße sowie am Bahnhof sammelten. Vereinzelt wurde an diesen Sammelstellen kontrolliert.

Flucht im schwarzen Polo

Zu einer Verfolgungsfahrt kam es während des laufenden Einsatzes auch noch: Einer Streifenwagenbesatzung fiel ein schwarzer VW Polo auf, dessen Fahrer sich offenbar der Fahrzeugkontrolle entziehen wollte.

Die Polizeistreife zeigte deutliche Anhaltezeichen. Daraufhin gab der Polofahrer Gas, überfuhr zwei Kreuzungen bei Rotlicht und raste durch die Innenstadt vor der Polizei davon, worauf diese die Verfolgungsfahrt abbrach, um keine Unbeteiligten zu gefährden.

Eine anschließende Fahndung nach dem Kleinwagen wurde nach einiger Zeit ergebnislos beendet. Ermittlungen über das Kennzeichen ergaben jedoch, dass der Halter des Polos keine Fahrerlaubnis hat. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Um weitere Verkehrsdelikte zu unterbinden und Verstöße zu ahnden, kontrollierte die Polizei in Folge hinter dem Ringtunnel unter Ausnutzung der dortigen Fahrbahnverengung (Mühle Bremme-Baustelle) anschließend den durchfahrenden Verkehr.

Zwischenzeitlich kam es kurz zu einer Ansammlung von Fahrzeugen vor dem Bahnhof: Angeblich sollten dort Beschleunigungsrennen gefahren werden. Das unterband die Polizei durch eine kurzfristige Verlegung der Sofortunterstützungskräfte zum Bahnhofsparkplatz.

  • Insgesamt kassierten „vermehrt umherfahrende Fahrzeugführer“ Platzverweise,
  • zwei Fahrer erhielten Verwarngelder, weil die Betriebserlaubnis ihrer Autos erloschen war,
  • es gab einen Zahlschein wegen eines sonstigen Deliktes.
  • Und ein Fahrer saß unter Drogen am Steuer und fing sich eine Ordnungswidrigkeitenanzeige ein.

„Wir sind aufgrund der jüngsten Vorkommnisse in Dortmund, die die Raser-, Poser- und Tuningszene betreffen, auf eine eventuelle Verlagerung nach Unna vorbereitet. Wir haben das Milieu bereits in der Vergangenheit im Blick gehabt – und werden auch in Zukunft mit entsprechenden Einsatzmaßnahmen auf weitere Treffen reagieren, um nicht für Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen, sondern auch die Anwohnerschaft zu schützen“,

betont Polizeioberrat Stephan Werning, Leiter der Direktion Verkehr.

„Wir gehen konsequent gegen Verstöße vor und zeigen starke Präsenz. Wir dulden in unserem Zuständigkeitsbereich keinen neuen Hotspot der Raser-, Poser- und Tuningszene.“

Quelle: Pressemitteilung Kreispolizeibehörde Unna

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