Inzidenz 121 im Kreis Unna – Vor Shutdown-Verschärfung sinken die Infektionszahlen

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Kreis Unna - Archivbild RB

Vor den Bund-Länder-Beratungen zu weiteren Verlängerungen und Verschärfungen des Shutdowns am heutigen Dienstagnachmittag, 19. 1., sinkt die Zahl der Neuinfektionen regional wie deutschlandweit weiter.

Das Robert-Koch-Institut weist den Kreis Unna mit Stand um Mitternacht mit einer Wocheninzidenz von 121,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern aus. Damit ist der für Verschärfungen oder Lockerungen maßgebliche Wert wie schon seit mehreren Tagen weiter gesunken.

Dies gilt ebenso für die deutschlandweite Entwicklung (Inzidenz zum heutigen Dienstag: 131,5) sowie für die an den Kreis angrenzenden Nachbarkreise und -städte:

  • Hamm liegt heute bei einer 7-Tages-Inzidenz von 132,
  • Dortmund bei 135,8,
  • der Märkische Kreis bei 133,
  • das Sauerland (Kreis Soest und HSK) sind seit mehreren Tagen wieder in der Zweistelligkeit angekommen.

Der kritische Wert von einer verstetigten Inzidenz von über 200 ist in keiner Region in NRW mehr erreicht, weshalb auch die umstrittene 15-km-Bewegungseinschränkung ab Kreisgrenze zum heutigen Tag nirgends mehr zur Anwendung kommt.

Wie berichtet, war der Kreis Unna davon einige Tage lang indirekt betroffen, da der nördlich angrenzende Kreis Recklinghausen zum Hotspot mit eingeschränktem Bewegungsradius erklärt worden war. Nicht nur bei Fahrten aus dem Kreis heraus, sondern auch hinein war bei 15 Kilometern Schluss.

Mit der deutschlandweiten Inzidenz von 131 liegen die Zahlen, so mahnen alle Ministerpräsidentinnen und -präsidenten vor den heutigen Verschärfungsberatungen, jedoch weiterhin deutlich zu hoch. Angestrebt wird für eine Lockerung der Shutdown-Maßnahmen eine dauerhafte Inzidenz von unter 50.

Unverändert hoch ist außerdem auch heute die Zahl der gemeldeten Todesfälle – laut RKI kamen von Montag bis Dienstag jeweils um Mitternacht fast 1000 weitere Meldungen von Verstorbenen im Zusammenhang mit Covid-19 dazu. Berücksichtigt werden müssen bei dieser Zahl allerdings die weiterhin einlaufenden Nachmeldungen, die für den Kreis Unna zum Teil noch von Ende November sind.

Welche Verschärfungen sind zu erwarten?

„Einen von der „Bild“-Zeitung so titulierten „Mega“-Lockdown wird es nicht geben. Eine Verlängerung um erst einmal nur zwei Wochen soll genutzt werden, um die Mutante B117 in den Griff zu bekommen“,

meldete gestern der Tagesspiegel (Onlineausgabe). Umstritten ist auch die nächtliche Ausgangssperre nach bayrischem Vorbild (21-5 Uhr), diese sehen viele Ministerpräsidenten unter einer Inzidenz von 200 als unverhältnismäßig an.

Klar sei aber, dass Gastronomie, Fitnessstudios und Kultureinrichtungen noch wochenlang, vielleicht bis Ostern, geschlossen bleiben werden.

Vor immer weiteren Verlängerungen und Verschärfungen warnte gestern der NRW-Expertenrat eindringlich: Die Politik laufe Gefahr, mit unverständlichen und widersprüchlichen Maßnahmen große Teile der Bevölkerung nicht mehr zu erreichen.

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