„Arme Kinder in Unna brauchen im Shutdown Notbetreuung mit Mittagessen!“

2
1121
Foto: Symbolfoto RBU

„Unverantwortliche Härten“ durch den anhaltenden Shutdown sieht die „Aktion für Kinder in Unna“ für benachteiligte Familien. In einer Pressemitteilung von diesem Wochenende (16. Januar) schlägt der gemeinnützige Verein Alarm.

Alle Kinder, die zu Hause nicht adäquat betreut werden können, sollte an der Notbetreuung in den Schulen und an der Offenen Ganztagsschule mit Mittagessen teilnehmen dürfen.

„Der langanhaltende Lockdown ist für niemanden einfach – besonders schwierig aber ist er für Familien. Kinder leiden z.B. unter Kontakteinschränkungen und Bewegungsarmut bei übermäßigem Medienkonsum – mit unabsehbaren Folgen für ihre Entwicklung“, warnt die 1. Vorsitzende Marie Walter.

„Kinder, die in Armut leben – das sind deutschlandweit 20% und in Unna 18,6% – müssen dringend besonders unterstützt werden.

Diese Kinder leben in häuslich beengten Verhältnissen, ihre Teilnahme am Onlineunterricht ist oft nur eingeschränkt möglich, finanzielle Mittel für eine ausreichende und gesunde Ernährung fehlen, wenn das kostenlose Essen in der Schule für diese Kinder wegfällt.

Der Kreis der Betroffenen wird durch die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise immer größer. Besonders von Armut betroffen sind Alleinerziehende, Familien mit vielen Kindern und zugewanderte Familien.

Wir, die Aktion für Kinder in Unna, haben bereits nach dem ersten Lockdown die Stadt Unna mehrfach aufgefordert, zu planen, wie in einem neuen – absehbaren – Lockdown all diese Kinder Mittagessen erhalten können, die sonst fünfmal in der Woche durch staatliche Leistung oder durch Unterstützung unseres Vereins am Mittagessen teilnehmen können.

Die Träger der Offenen Ganztagsschulen haben nun zugesagt, bis Montag, 18. Januar, eine Lösung für das Problem zu finden. Das ist spät, lässt uns aber hoffen, dass sich etwas bewegt.

Es sollte gewährleistet werden, dass alle Kinder, die zu Hause nicht adäquat betreut werden können, an der Notbetreuung in den Schulen und an der Offenen Ganztagsschule mit Mittagessen teilnehmen dürfen.

Den Kindern, die einen Anspruch auf Mittagessen haben, sollte verbindlich Essen nach Hause gebracht oder den Familien Lebensmittelgutscheine zur Verfügung gestellt werden. Das müsste auch für Kinder aus Kindertagesstätten gelten, wenn sie nicht an der Betreuung teilnehmen können. Denn diese zusätzlichen Kosten können die Familien nicht aufbringen!

Der neu gewählte Rat der Stadt Unna muss unserer Meinung nach Kindern in Unna generell mehr Aufmerksamkeit widmen und die Angebote so ausrichten, dass vor allem auch bedürftigen Kindern in Schule und Freizeit wesentlich mehr und vielfältigere Angebote gemacht werden. So könnte die Stadt aktiv einen Beitrag leisten eine Entwicklung aufzuhalten, bei der immer mehr Kinder durch Armut ausgeschlossen und abgehängt werden.

Auch wir leisten einen Beitrag:

Wir, die Aktion für Kinder in Unna, beliefern seit einigen Jahren jede Woche aus Spendengeldern viele Kitas und Offene Ganztagsschulen mit Obstkisten. Zusätzliche Vitamine durch Obst und Rohkost stärken gerade in der jetzigen Zeit die Abwehrkräfte der Kinder.

Gerne weiten wir die Obst- und Gemüselieferungen aktuell aus. Kitas oder Offene Ganztagsschulen, die wir noch nicht beliefern, können sich zudem gerne bei uns melden: www.aktionfuerkinderinunna.de

Wer unsere Arbeit für ausreichende und gesunde Ernährung der bedürftigen Kinder in Unna unterstützen möchte, findet auf der Homepage auch Angaben zu unseren Spendenkonten auf der Homepage.“

2 KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here