Sitzt ein Mann auf einem privaten Sofa und wird als Unbekannter gesucht – 2 Jahre nach versuchtem Whiskyklau

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Fotoquelle Kreispolizei MK - unverpixelte Bilder dürfen nur in Artikel eingebettet veröffentlicht werden, da sie nach Beendigung der Fahndung wieder komplett gelöscht werden müssen.

Sitzt ein Mann auf einem offenbar privaten Sofa und wird als Unbekannter gesucht – obendrein mehr als 2 Jahre nach dem versuchten räuberischen Delikt, das man ihm vorwirft.

Ein Fahndungsaufruf der Märkischen Kreispolizei sorgte am heutigen Morgen (14. 1.) für einige Verwirrung auf der Facebookseite der Polizei.

„Hmmhh… der sitzt ja offenbar privat auf einem Sofa. Wieso ist er dann unbekannt? Ich weiß doch normalerweise, wer bei mir auf dem Sofa sitzt…“

Ja, normalerweise sollte man das wissen, bestätigte uns Polizeisprecher Dietmar Boronowski. „Es kann aber sein, dass der, der bei mir auf dem Sofa sitzt, nicht der ist, als der er sich zu sein ausgibt.“

Sprich, mit anderen Worten: Der junge Mann, den die MK-Polizei wegen eines länger zurückliegenden räuberischen Diebstahls seit heute mit Fahndungsfotos sucht, gab offenbar falsche Personalien an. Als er auf jenem privaten Sofa sitzend fotografiert wurde, dachte man, er sei A – er ist aber in Wirklichkeit B, C, D oder wer auch immer.

Langer Rede, kurzer Sinn: Der also unbekannte junge Mann wurde am 12. Dezember 2018 (kein Schreibfehler) zwischen 18.15 und 18.30 Uhr im Kaufland in Halver/MK dabei beobachtet, wie er diverse Waren (u.a. 5 Flaschen Jack Daniels) in seinen Einkaufskorb legte und den Kassenbereich ohne zu bezahlen passierte.

Der Ladendetektiv hielt den diebischen Kunden am Arm fest, da dieser mit der Ware fliehen wollte. Beim Öffnen der Bürotür reagierte der junge Mann aber rabiat, holte aus und rammte dem Detektiv unvermittelt seine Faust ins Gesicht. Bei seiner Flucht stieß er noch einen weitere Mitarbeiterin beiseite.

Wieso die Fotos des verhinderten Whiskydiebes im Übrigen erst jetzt für eine Öffentlichkeitsfahndung freigegeben werden, erklärt Polizeisprecehr Baranowski mit den üblichen zuweilen langwierigen Entscheidungsprozessen und den hohen Hürden für eine Fotofahndung: Diese darf bekanntlich erst erfolgen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

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