900 Unterschriften gegen Maststall für 12.000 Puten

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Rund 900 Protestunterschriften sind zusammengekommen. Der Protest formiert sich

Einen dicken Packen Unterschriften gegen die im August erteilte Baugenehmigung für zwei Putenmastställen im Unnaer Osten überreichte am Mittwoch, 9. Dezember 2020, das Ehepaar Monika und Werner Ryba an Unnas Bürgermeister Dirk Wigant.

Das Ehepaar klagt derzeit vor dem Verwaltungsgericht gegen die Baugenehmigung. Wir berichteten.

„Im Gespräch mit Bürgermeister Wigant verdeutlichte das Ehepaar Ryba nochmal ihre Sorgen vor einer steigenden Belastung durch Lärm und Schmutz“, schildert die Stadtverwaltung die heutige Unterredung der Kläger. Hinzu kommt grundsätzliche Kritik an der Massentierhaltung.

So hieß es in dem begleitenden Aufruf zur Unterschriftenaktion:

„Zusätzlich zu den drei vorhandenen Mastställen und einem Aufzuchtstall für 24 000 Puten in Bönen-Lenningsen will die Familie **** ihre Putenmastanlage auf das Gebiet von Unna-Stockum um drei Mastställe für vorerst 12 000 Puten erweitern.

Die Puten leben auf engstem Raum unter unwürdigen Bedingungen. Die Folgen sind ein ständiger Einsatz von Antibiotika und Schmerzmitteln.

Über 10000 qm landwirtschaftliche Fläche wird überbaut und versiegelt, die Folgen sind erhöhtes Verkehrsaufkommen, Lärm, Geruch, Staub.

Betroffen sind nicht nur die direkten Anwohner. Je nach Windrichtung kann über die 10 m hohen Schornsteine die Abluft der Ställe in die Dörfer Lenningsen, Stockum und Lünern getragen werden.“

1 KOMMENTAR

  1. Wenn alle 900 kein Fleisch (Rind, Schwein, Pute, Hähnchen usw.) und keine Produkte aus Massentierhaltung (Eier, Milch usw.) mehr kaufen ist das ok.

    Ansonsten ist es nur scheinheilig und egoistisch. Wer diese Produkte kauft muss auch mit den Konsequenzen leben.

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