Im Lockdown nicht weniger los in großen Einkaufsmeilen – eher mehr

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Fußgängerzone, Einkaufen - Symbolbild Pixabay

Der am 2. November verhängte „Teil-Lockdown“ über Freizeit, Sport, Kultur und Gastronomie sollte die sozialen Kontakte reduzieren und den Anstieg der Corona-Neuinfektionen bremsen. Das ist nicht gelungen.

Zugleich sind in den Einkaufszonen der großen Ruhrgebietsstädte nicht weniger Menschen unterwegs, sondern sogar mehr.

Das ergab eine Erhebung des WDR.

Die dringenden Appelle von Politikern, Bürgermeistern wie auch der Bundeskanzlerin persönlich, so wenig wie möglich „unter Menschen zu gehen“, verhallen offenbar zumindest temporär. So ergab eine Analyse des WDR, dass gerade an den Wochenenden weiterhin viele Menschen in die Shopping-Meilen der großen Städte strömen.

In einigen Städten, darunter auch Unnas große Nachbarstadt Dortmund, seien an den bisherigen Novembersamstagen sogar mehr Passanten unterwegs gewesen als im Oktober. https://datawrapper.dwcdn.net/aJ2qb/1/

Als mögliche Ursache wird das schöne Wetter in der ersten Novemberhälfte vermutet, wohingegen der Oktober in großen Teilen grau und verregnet war.

Die Nordkreisstädte Lünen und Kamen planen für den ersten Advent, 29. November, verkaufsoffene Sonntage, was in den sozialen Medien bereits heftig und kontrovers diskutiert wird.

Der WDR zieht aus der Datenlage das nüchterne Fazit:

„Die Zahlen belegen zwar nicht, ob sich Menschen beim Shoppen in den Einkaufsstraßen angesteckt haben. Sie geben aber einen Eindruck davon, wie sich Menschen an Appelle halten.“

In Dortmund liegt die 7-Tages-Inzidenz drei Wochen nach Beginn des Teil-Lockdowns höher als am 2. November. Oberbürgermeister Westphal und Polizeichef Lange appellierten gestern (20. 11.) erneut eindringlich an die Bürger, ihre Kontakte freiwilllig zu beschränken.

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