Mitarbeiter der Klinik Werne infiziert – Keine planbaren OPs mehr – Eigene Abstrichstelle

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Die eigens eingerichtete Abstrichstelle im Werner Krankenhaus. (Foto St. Christophorus-Krankenhaus Werne)

Im St. Christophorus-Krankenhaus Werne werden bis auf Weiteres keine planbaren Operationen mehr durchgeführt. Der Grund sind akute räumliche und personelle Engpässe: Die Versorgungskapazitäten für Covid-19-Patienten mussten deutlich ausgeweitet werden, und Mitarbeiter der Klinik haben sich im privaten Umfeld infiziert.

Das teilte am heutigen Mittag (18. 11.) der Standortleiter des Krankenhauses mit, Ludger Risse. Vorangegangen war eine Anfrage unserer Redaktion nach einem Hinweis einer Leserin.

In der am Mittag verschickten Pressemitteilung teilt das Krankenhaus mit, dass die Kapazitäten für Corona-Patienten sowohl für den intensivpflegerischen Bereich ausgeweitet wurden als auch für die Behandlungsplätze unter strenger Isolation auf der Intensivstation.

So wurden die Isolationsplätze um einen weiteren Stationsbereich erweitert. Auch der Isolationsbereich auf der Intensivstation wurde zunächst auf 6 Plätze erweitert, welche bei Bedarf ganz kurzfristig weiter aufgestockt werden können.

„Noch gelingt es uns damit, der Entwicklung immer einen Schritt voraus zu sein“, erklären der ärztliche Direktor Dr. Franz Josef Hegge und Standortleiter Ludger Risse. „Dieses bedingt natürlich enorme Anstrengungen im Personalbereich. Wir haben schon im Frühjahr Mitarbeiter von den allgemeinen Stationen für Einsätze auf der Intensivstation geschult, so dass diese auch jetzt in der Lage sind, dass dortige Fachpersonal qualifiziert assistierend zu unterstützen.“

Dennoch, so warnt Pflegedirektor Mario Bergmann, „wird es ein enormer Kraftakt, wenn wir in die Situation kommen, die zusätzlich geschaffenen Intensivkapazitäten vollends nutzen zu müssen.“

Mitarbeiter infiziert

Gleichzeitig, führt die Klinikleitung aus, „macht das Corona-Virus natürlich auch vor Mitarbeitern nicht Halt: So haben sich im privaten Umfeld Mitarbeiter infiziert, was dann in der Folge dazu führte, dass auch im dienstlichen Umfeld umfassende Abstriche erfolgten und einige Mitarbeiter sich in häusliche Quarantäne begeben haben.

Die Gesamtsituation führte zu der Entscheidung, dass zunächst keine planbaren Operationen durchgeführt werden und daher derzeit auch keine sogenannten elektiven Patienten aufgenommen werden können.“

Diese Entscheidung, betonen Risse und Hegge, „ist uns natürlich nicht leicht gefallen. Wir bewerten die Situation täglich neu. Wir wissen natürlich auch, dass hinter jeder geplanten Operation auch ein Mensch steht, der möglicherweise noch längere Zeit mit
Schmerzen und auf den Eingriff warten muss. Dennoch geht die Sicherheit vor, auch wenn es ein sehr ausgeklügeltes Konzept im Vorfeld der Operation gibt, das Risiko weitestmöglich zu senken.“

Aber auch die personelle Situation zwinge zu deutlichen Einschränkungen, betont das Führungsteam des St. Christophorus-Krankenhauses. Zum vorbeugenden Konzept gehöre auch, dass am heutigen und an den folgenden zwei Tagen sämtliche Mitarbeiter auf das Virus getestet werden. Dazu ist eigens eine Abstrichstelle eingerichtet worden.

„Dass wir momentan die Testkapazitäten dafür haben, ist erfreulich und somit ist es uns möglich eine Bestandsaufnahme zu
machen, auch wenn wir durchaus wissen, dass ein Testergebnis immer nur eine Momentaufnahme darstellt.“

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