Geplante Diamorphin-Ambulanz für Süchtige sorgt für Diskussionen in Howi

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Foto: Symbolfoto Pixabay

Drogensüchtige sollen in Holzwickede über ein Diamorphin-Programm versorgt werden. Die geplante Praxis war gestern Gegenstand eines Informationsabends.

„Nach Bekanntwerden der Eröffnung einer Diamorphinambulanz in der Wilhelmstraße in Holzwickede wurden große emotionale Diskussionen geführt“, blickt die Gemeindeverwaltung auf die vergangenen Wochen zurück. „Da die Gemeinde im Vorfeld nicht an der Ansiedlung der Praxis beteiligt und über den Termin der Eröffnung nicht in Kenntnis gesetzt war, konnte vor der öffentlichen Diskussion keine öffentliche sachliche Information gegeben werden.“

Daher lud Bürgermeister Ulrike Drossel für den gestrigen Abend Dr. Plattner und seine Kollegen von der geplanten Praxis zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ins Forum des Schulzentrums an derr Opherdicker Sttraße ein. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung. In der Diskussion wurde deutlich, dass die Befürchtung der Anwohner besteht, die Patienten würden künftig den ganzen Tag zwischen Praxis und Bahnhof „herumlungern“. Dr. Plattner und der zukünftige ärztliche Leiter der Ambulanz, Kelter, versuchten, diese Sorgen zu entkräften.

Wer im Diamorphin-Programm sei, wolle nur versorgt werden und sonst seine Ruhe haben. Vertreter der Drogenhilfe und der Kreispolizei bestätigten das: Eine Heroin-Praxis halte Menschen eher vor Beschaffungskriminalität ab.

Rund 200 Menschen am Tag sollen über das Ersatzprogramm mit Diamorphin versorgt werden.

4 KOMMENTARE

  1. Die Wahl des Standorts und die Informationspolitik der Bürgermeisterin sind in dem Fall sehr umstritten. Die angemietet Büroräume sind in zentralen Einkaufsstandort, eine Grundschule und Familienzentrum befinden sich keine 400 Meter entfernt so wie ein Spielplatz. Ab 01. Nov. Werden hier 200 Patienten täglich aus einem Umkreis von 40 km das kleine und familienfreundliche Holzwickede aufsuchen. Die Aufnahmekriterien dieser „Patienten“ sind min. 23 Jahre, zwei gescheiterte Therapien und einen Nachweis über mindesten einen regelmäßigen 5-jährigen Heroinkonsum. Die Wuppertaler Standortswahl dagegen ist am Standrand, ohne anliegende Wohnflächen bzw. Geschäftsflächen.

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