Unnas LINKE-Chefin zu Gerüchten um Tetzner

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Hoffnungsvoll mit engangiertem Team gestartet, enttäuschend abgeschnitten: Mit nur noch einem Ratsmandat sucht Petra Weber (li.) mit ihren Parteifreundinnen und -freunden nun nach der künftigen Rolle der Linken in Unna. (Foto: Die Linke)

Der überraschende Austritt des Ex-Piraten und Ex-Fraktionslosen Christoph Tetzner aus „Wir für Unna“ noch vor der konstituierenden Ratssitzung (wir berichteten) lässt Spekulationen ins Kraut schießen: Wird sich Tetzner abermals eine neue politische Heimat suchen und sein Ratsmandat erneut dorthin mitnehmen?

Tetzner selbst hat sich bisher nicht dazu geäußert, er teilte WfU lediglich vorige Woche seinen Austritt aus dem Verein mit und kündigte eine Stellungnahme an. Diese ist bislang nicht erfolgt.

Dass der Ex-Pirat zur Linken überwechseln könnte, wurde schon seit seinem Austritt aus der Piratenfraktion vor über zwei Jahren immer wieder gemutmaßt. Seit damals war er einer der Fraktionslosen im Unnaer Rat.

Christoph Tetzner. (Archivbild RB)

Jetzt bekommen solche Gerüchte neue Nahrung, da die Linke bei der Wahl zum neuen Stadtrat überraschend schlecht abschnitt und – mit nur noch einem einzigen Ratsmandat – ihren Fraktionsstatus verlor. Mit einem Wechsel von Christoph Tetzner wäre die Fraktionsstärke wieder hergestellt.

Das weiß natürlich auch die Vorsitzende der aktuellen Fraktion, Petra Weber, genauso kennt sie die Unstetigkeit des Ex-CDU´lers, Ex-Piraten und zuletzt Ex-WfU´lers. Zu den herumlaufenden Gerüchten bat sie uns auf Nachfrage indes um Verständnis darum, dass sie sich sich zuerst in Ruhe mit ihren Parteifreundinnen und -freunden austauschen wolle.

„Ich habe eingeladen, dass wir uns mit allen persönlich zusammensetzen und besprechen, wie es jetzt mit der Arbeit der Linken in Unna weitergehen kann“, sagte die Fraktionsvorsitzende, die in der nun endenden Ratsperiode eine unaufgeregte, pragmatische Sacharbeit lieferte, frei von Ideologien und persönlichen Angriffen. Das fiel im zuletzt zunehmend aggressiven Klima wohltuend auf.

Umso enttäuschter waren Petra Weber und ihre Mitstreiter über das Wahlergebnis. Es könnte, so bestätigte sie, damit zusammenhängen, dass die LINKE (anders als fast alle übrigen Parteien) keine/n Bürgermeisterkandidat/in aufgestellt hatte: Damit blieb sie im ohnehin präsenz-armen Coronawahljahr bei den wenigen öffentlichen Diskussionsverstaltungen außen vor und mehr oder weniger „unsichtbar“.

Zu möglichen Partnern im neuen Rat sagte Petra Weber abschließend, sie hätte „mehrere“ Gesprächsangebote.

Kolportierte Gerüchte hingegen, wonach der seit vielen Wochen in Griechenland weilende Christoph Tetzner zur CDU wechseln und dieser damit das 13. Mandat verschaffen wolle (hieße Gleichstand mit SPD und Grünen), bezeichnete CDU-Fraktionschef Rudolf Fröhlich als „vollkommen abwegig“.

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