Nach Steinen flogen Bierflaschen am Ringtunnel – PKW getroffen

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Die geänderte Verkehrsführung wegen des Mühle Bremme-Baustellenverkehrs war am Samstag bereits markiert. (Foto RB)

Vor wenigen Tagen Backsteine, jetzt Bierflaschen.

Die Unnaer Polizei ermittelt gegen drei Männer wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Das in Unna wohnende Trio – ein 71-Jähriger, ein 39-Jähriger und ein 27-Jähriger – sollen am Montagabend (14.09.2020) gegen 22.10 Uhr Bierflaschen vom Ausgang des Ringtunnels auf die Fahrbahn geschleudert haben, berichtete am Dienstagmittag die Unnaer Polizei.

Dabei wurde das Fahrzeug eines 34-jährigen Unnaers getroffen.

Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Auf der Fahrbahn fanden die Polizeibeamten zerbrochene Bierflaschen.

„Weil dies der zweite Vorfall innerhalb einer Woche war, bei dem Gegenstände vom Ausgang des Ringtunnels geworfen worden sind, haben wir die Stadt Unna informiert“, berichtet Polizeisprecher Christian Stein. „Im Rahmen der Ordnungspartnerschaft wird die Polizei gemeinsam mit dem Ordnungsamt den Bereich verstärkt bestreifen.“

Da die vergangene Woche auf die Fahrbahn geworfenen Backsteine offenbar vom Großbaustellengelände Mühle Bremme stammen, wird zugleich überlegt, die dort gelagerten Baustoffe zusätzlich zu sichern.

Die drei mutmaßlichen Bierflaschenwerfer, die nach weiteren Informationen unserer Redaktion aus der dort ansässigen Trinkerszene stammen, sind möglicherweise auch für die Backsteinwürfe verantwortlich, das wird aber noch ermittelt.

Wieso „nur“ wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt wird und nicht wegen eines Tötungsdelikts, fragten viele Leser verständnislos schon nach den Steinwürfen, die den PKW eines älteren Paares trafen (wir berichteten HIER).

Die Entscheidung über die Einstufung eines Delikts, so der Polizeisprecher, trifft jeweils die Staatsanwaltschaft. Am Ringtunnel mit Tempo 30 sei die Gefahr anders gelagert als z. B. bei Backsteinwürfen von der Brücke herunter auf eine Autobahn. Auch solche Straftaten kommen leider ja immer wieder vor.

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