„Strukturen erhalten“ – 80 Mio. € für „Neustart Kultur“

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Die Lindenbrauerei Unna. (Foto Archiv RB)

Mit insgesamt 80 Millionen Euro will das Land NRW die von der Coronakrise stark betroffene Kultur im Land stärken. Es gelte, die Kommunen „beim Halten der Strukturen zu unterstützen“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen heute (10. 9. 2020) bei einer Pressekonferenz im Landtag.

Auch soziokulturelle Zentren wie die Unnaer Lindenbrauerei oder die Rohrmeisterei Schwerte werden berücksichtigt, mit insgesamt 15 Mio. Euro.

Der weitaus größte Anteil – 60 Mio. Euro – sind für kommunale Kultureinrichtungen gedacht: Musikschulen, die Kunstsammlung NRW, Schauspiel- und Opernhäuser. „Viele Einrichtungen haben ihre Verluste signalisiert, die Mitarbeiter sind in Kurzarbeit“, so die Ministerin. „Wir können nicht jeden Euro ausgleichen, aber dabei helfen, die Strukturen zu erhalten.“

Die Einrichtungen legen dazu ihre geänderten Wirtschaftspläne vor, in denen sie darlegen, wie ihr Haushalt belastet ist. „Jede Einrichtung muss sich natürlich aus eigenen Kräften bemühen, den Schaden gering zu halten“, so Pfeiffer-Poensgen. „Und die Kommunen müssen auch ihre eigenen Anstrengungen darstellen.“

Auch die soziokulturellen Zentren wie die Lindenbrauerei Unna werden berücksichtigt, mit 15 Mio. Euro.

Weitere 5 Millionen Euro sind für den gemeinnützigen Bereich gedacht, also für ehrenamtlich getragene Vereine wie Amateurtheater, Freilichtbühnen und Kunstvereine.

ultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. (Foto Screenshot Pressekonferenz LT NRW 10. 9. 2020)

 „Kulturveranstaltungen sollen wieder stattfinden können – auch unter den Corona-bedingten Einschränkungen. Viele Einrichtungen kämpfen mit geringen Einnahmen, da sie derzeit nur wenig Publikum zulassen können. Die Kosten für den Betrieb bleiben aber gleich oder erhöhen sich sogar, da für die Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen mehr Personal benötigt wird. Mit dem Kulturstärkungsfonds wollen wir diese Belastungen abfedern und die Kultureinrichtungen im Land ermutigen, ihr künstlerisches Programm wiederaufzunehmen“, so Isabel Pfeiffer-Poensgen.
 
Bereits Anfang August angelaufen ist das großangelegte Programm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, das mit 105 Millionen Euro einen großen Teil des NRW-Stärkungspakets „Kunst und Kultur“ ausmacht und in Form von Stipendien Grundlagen für das künstlerische Arbeiten in der aktuellen Krise schaffen will. Innerhalb von vier Wochen sind bereits mehr als zwei Drittel der insgesamt 15.000 Stipendien über jeweils 7.000 Euro abgerufen worden.  
Professionelle Künstlerinnen und Künstler in Nordrhein-Westfalen, die noch keinen Antrag auf ein Stipendium gestellt haben, können dies noch bis zum 30. September 2020 über die Website des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft tun.
 

Alle Informationen zum Kulturstärkungsfonds sowie zum Stipendienprogramm finden Sie hier.

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