Auch im Winter draußen speisen – WfU will Wirten mit Heizpilzen helfen

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Extrablatt am Alten Markt in Unna. (Archivbild RB)

Wegen Corona scheuen weiterhin viele Menschen den Besuch im Restaurant oder in der Kneipe. Draußen sitzen, an der frischen Luft, ist für die meisten noch okay. Aber drinnen? Die Tische bleiben leer. Umsatzeinbrüche von bis zu 50 Prozent erwartet der Gaststättenverband Dogeho.

Um Unnas Gastronomie durch die kommenden Monate zu helfen, solle man den Wirten bis ins Frühjahr hinein Heizpilze erlauben, und die Stadtwerke sollten sich an dem Stromkosten beteiligen. Das schlägt mit Blick auf die nahende kühle Jahreszeit „Wir für Unna“ vor.

„Wir werden noch einige Zeit mit der COVID-19-Pandemie leben müssen. Der Einzelhandel kann langsam wieder leichte Umsatzsteigerungen verzeichnen. Bei den Gastronomen sieht es nach wie vor aber schlecht aus“, weiß Margarethe Strathoff, Vorsitzende der Wählergemeinschaft WfU.

„Mit einem Anrtag an die Verwaltung wollen wir erreichen, dass durch das Aufstellen von Heizpilzen mit einer befristeten Genehmigung Gäste und Gastronomen nicht im Regen stehen bleiben.

Noch haben wir eine stabile Wetterlage und in der Gastronomie können halbwegs erträgliche Umsätze generiert werden. Doch der Herbst steht an und die Umsätze können wieder extrem einbrechen, wenn die Gäste wegbleiben. Das ist zu befürchten, weil viele Bürger immer noch unsicher sind, aufgrund Corona geschlossene Gaststätten aufzusuchen.“

Wir für Unna fordert deshalb, dass die gasbetriebenen Heizpilze bis ins Frühjahr 2021 zugelassen werden. Wer klimaneutrale Infrarot-Heizpilze aufstellen möchte, sollte dadurch entlastet werden, dass die Stadtwerke sich an die Stromkosten beteiligen.

„Weitere klimafreundliche Möglichkeiten könnten auch Windschutzwände und Überdachungen sein“, schlägt WfU vor. „Um die vorgegebenen Abstandsregelungen einhalten zu können, muss den Gastronomen ermöglicht werden, die Außenstellflächen kostenneutral vergrößern zu können. Das sollte auch für die Gastronomen ermöglicht werden, die bisher noch gar keine Außengastronomie anbieten. Wenn doch noch ein Weihnachtsmarkt stattfinden sollte, was wir sehr begrüßen würden, wäre das in der Gesamtansicht ,Gastronomie, Gäste und Geschäftstreibende‘ ein positiver Effekt.“

Die Gastronomie locke mittlerweile mehr Bürger in die Innenstadt als der Einzelhandel, so Strathoff und verweist auf den ungebrochenen Trend zum Online-Shopping.

„Insgesamt wären die temporären Genehmigungen für gesamt Unna gut. Wir dürfen schließlich auch nicht aus den Augen verlieren, dass erhebliche Umsatzeinbußen zu Insolvenzen führen und in der Konsequenz wichtige Gewerbesteuereinnahmen wegbrechen. Mit unserem Antrag wollen wir der Gastronomie dabei helfen, für die Besucher attraktiv zu bleiben und dadurch die Stadt lebendig zu halten.“

Quelle: Pressemitteilung Wir für Unna

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