Weiter Diskussionen um Maske im Unterricht

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Fünftklässler Fynn mit Maske in der Gesamtschule. (Foto RB)

„Maskenpflicht Ade, aber wo bleibt Plan B?“, fragt kritisch die Bildungsgewerkschaft GEW. Währenddessen will sich eine erste Stadt in NRW von der am 1. September endenden Maskenpflicht im Unterricht nicht trennen.

Der Krisenstab der Stadt Wuppertal „empfiehlt“ allen Schülern seiner weiterführenden Schulen, die Mund-Nasenbedeckung im Klassenzimmer freiwillig zu tragen.

Mehr als bitten können die Schulträger und Schulen nicht: Weisungsbefugt ist in diesem Fall das Land NRW. Und die Pflicht für die Maske während des Unterrichts läuft im Rahmen der Landes-Coronaschutzverordnung mit dem 31. August 2020 (sprich Montag) faktisch aus.

„Maskenpflicht adé! Aber wo bleibt Plan B?“, fragt währenddessen Maike Finnern, Vorsitzende der GEW NRW, nach Bekanntwerden der Kehrtwende des Schulministeriums. „Entweder die Anordnung der Maskenpflicht oder ihr Ende sind falsche Politik. Wenn die Landesregierung begründend anführt, die Infektionszahlen würden sinken, so steht dies im krassen Widerspruch zur gestrigen Inszenierung der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten.“

Was vor vierzehn Tagen richtig war, gilt jetzt erst recht.

Auch jetzt fehlt die Bereitschaft, für kleine Lerngruppen zu sorgen, Online-Unterricht nicht nur als Notmaßnahme zu betrachten, den Unterricht zu entzerren und sich von der Vorgabe zu verabschieden, Unterricht in dem Umfang anzubieten, wie es die Stundentafeln erfordern.

In den Klassenzimmern werde statt dessen ein Feldversuch stattfinden, den die Politik in anderen Bereichen vehement ablehnt, so Finnern weiter. „Es rächt sich erneut, dass das Ministerium die Sommerpause offenbar nur genutzt hat, den angepassten Regelbetrieb vorzubereiten.“

Quellen: dpa/GEW NRW

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