Ordnungsamtspräsenz, Blumenampelwasser, auch mal Lob – Bürger Viebahn macht weiter permanent Druck auf die Stadt

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Volker Viebahn, Bornekampanwohner, FLU-Ratskandidat und hartnäckiger Mahner von Missständen an die Adresse des Rathauses, macht weiterhin unbeirrt mit täglichen Mails Druck bei der Stadt und schickt jede Mail inklusive Antwort in cc an die Presse. 

In zwei Angelegenheiten schickte Viebahn am heutigen Montag eine Erinnerungsmahnung an die Verwaltung: in Frage der Erreichbarkeit des Ordnungsamtes und bezüglich der Wasserentnahme für die Blumenampeln in der City aus dem Bornekampteich.

Die Chefetage des Ordnungsamtes bekam zum Start in die Woche folgende Viebahn-Mail:

„Sehr geehrte Frau Güse, sehr geehrter Herr Dorna,

„in einer meiner letzten Mails hatte ich nach der Erreichbarkeit des Ordnungsamtes gefragt und leider noch keine Antwort erhalten. Da ging es auch insbesondere darum, nach Öffnungszeiten und vor allen Dingen, nach Dienstschluss. Diese Frage stelle ich erneut, an Sie Frau Güse, als Bereichsleiterin.

Schaut man auf die Homepage:

Heike Güse, Leitung, Öffnungszeiten Montag  bis Donnerstag  8 -12.00 Uhr und nach Vereinbarung.
Achim Dorna, Ordnungsdienst, Öffnungszeiten, nach Vereinbarung.

Wenn ich mir dann Ihren Aufgabenkatalog anschaue, müssten Sie ja mehr unterwegs sein als den Schreibtisch zu nutzen. Schau ich dann in den  Aufgabenbereich von Herrn Dorna, da u.a. die Kontrolle der Anleinpflicht lese, gibt es ja Stoßzeiten, morgens und in den
Nachmittagsstunden, um an den Orten präsent zu sein. Diese Präsenz fällt auch eigentlich gar nicht auf, wenn man sich den Bornekamp oder Kurpark anschaut, was da an Hunden so frei herumläuft. Aber das wäre ein anderes Thema.

Für den normal schaffenden Bürger  kann man Sie, in der Regel, ohne Urlaub zu nehmen, bei den Öffnungszeiten, gar nicht erreichen.

Service in einem Rathaus sieht da sicherlich anders aus. Liest man die Kommentare im Netz:“ Da kann man ja niemanden erreichen“.

Deshalb meine Frage, gibt es eine Notdienstnummer, für Probleme, die in die Uuständigkeiten des OA nach Dienstschluss fallen?

Bei den Stadtbetrieben kenne ich das aus der Vergangenheit so, wenn der Teich im Bornekamp überzulaufen drohte, hat man nach Dienstschluss die Feuerwehr angerufen, die informierten dann den Notdienst der SBU. War der Teich bereits über die Ufer
getreten, rückte die Wehr aus.

Wie verhalte ich mich nun beim Ordnungsamt und wie ist da die Präsenz gegeben?“

Den zuständigen Dezernenten Dirk Wigant begrüßte Viebahn mit folgender Mail zum Wochenstart: 

Guten Morgen Herr Wigant,

sorry, dass ich mich schon wieder bei Ihnen meldet, aber von Ihrer Bereichsleitung des OA bekomme ich leider keine Antwort auf meine einfache Frage.
Diese hätte ja lauten können:

1. Nein, haben wir nicht weil …….
2. Ja, haben wir lautet:…………..
3. Danke für Ihre Anfrage, wir melden uns spätestens bis zum ……..
4. Wir arbeiten daran!

Bei einem so wichtigen Amt für Sicherheit und Ordnung, mit dem großen Zuständigkeitsbereich, müsste das doch normal geregelt sein.

Ich denke z.B. auch an die kommenden Podiumsveranstaltungen, Herr Wigant, die Sie ja als Bürgermeisterkandidat über sich ergehen lassen müssen, da möchte man ja von Ihnen Antworten hören, gerade nach den Bränden im Kurpark etc. in der letzten Zeit.

Können Sie keine klaren Aussagen machen, könnte es teilweise der nötigen Zustimmung  als Kandidat für das höchste Amt in Unna, Ihrem Ziel, nicht dienlich sein.

Ich denke da z.B. an meine berufliche Zeit, da gab es in unserem Unternehmen zu meiner Zeit am Standort Unna auch eine Notfall-Telefon, trotz Pförtnerbesetzung (Fremdfirma). Bei Feueralarm lief der Notfall bei der Feuerwehr und meiner privaten Nummer auf.
Ansonsten gab es eine Notfallnummer. Und dieses Handy wanderte von Woche zu Woche, auch an den Wochenenden, an die eine verantwortliche Person.

So hatten alle Seiten einen sofortigen Ansprechpartner, der die entsprechenden Schritte einleiten konnte.

Die Welt kann an sich so einfach sein, man muss sich nur dem  Thema beschäftigen.
So hoffe ich nun, sehr geehrter Herr Wigant, als oberster Sicherheitsperson unserer Stadt Unna, auf eine zeitnahe Antwort von Ihnen.

Vielen Dank.“

Ordnungsamtsleiterin Heike Güse antwortete postwendend:

„Guten Morgen Herr Viebahn,

selbstverständlich gibt es eine Erreichbarkeit des Ordnungsamtes rund um die Uhr über eine Rufbereitschaft.

Nach Dienstschluss wird die Rufbereitschaft durch die Kreisleitstelle der Feuerwehr alarmiert.“

Darauf antwortete wiederum Viebahn: 

„Vielen Dank, Frau Güse, für diese schnelle Antwort. Leider ist das für den normalen Bürger  auf der Homepage der Stadt Unna/Bereich Ordnungsamt nicht zu erkennen.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme, entspannte Woche.“

Und auch das Stadtmarketing und die Stadtbetriebe sahen sich durch eine höflich  mahnende Mail in der neuen Woche begrüßt:

Hallo Frau Guidara, hallo Herr Bresan, werte Urlaubsvertretung von Herrn Peters,

Herrn Peters habe ich jetzt bereits schon zum dritten Mal in Folge informiert, dass nach der Wasserentnahme (für die Blumemampeln in der City, d. Red.) durch die niederländische Fachfirma die Poller nicht eingesetzt werden.

Der Kamerad mag sicherlich in Eile sein, das stinkende Bornekampwasser in der Fußgängerzone etc. loszuwerden. Niederländer können nette Menschen, aber auch oft Sturköpfe sein.

Noch einmal die Bitte, um an die Weitergabe an die Fachfirma. Ansonsten erhöhe ich meine Stundensätze und das wird im Bornekamp teuer.

Schönen Tag.“

Die Antwort kam am frühen Nachmittag von Daniela Guidara:

Sehr geehrter Herr Viebahn, vielen Dank für Ihre Nachricht.

Dass die Firma, den Poller nach Entnahme des Wassers nicht wieder einsetzt, war uns bisher nicht bekannt.

Wir haben bereits mit der Firma Kontakt aufgenommen und sie gebeten, nach jeder Entnahme den Poller wieder einzusetzen, auch wenn der Poller, wie häufig der Fall,  nicht eingesetzt ist.

Da es sich möglicherweise um wechselndes Personal handelt,  sagen Sie uns gerne direkt Bescheid, falls es Ihnen erneut auffällt. So haben wir eine Chance entsprechend zu agieren.

Herzliche Grüße aus dem Ganzjahresliebling Unna!“

Volker Viebahn antwortete ebenso postwendend: 

Hallo Frau Guidara,
alles kein Problem, der gute Mitarbeiter möchte sicherlich schnell Feierabend haben. Das Problem ist nur, bei so viel Bewegung im Bornekamp landen die Dinger dann im Teich und das wird dann für den städt. Haushalt teuer. Wenn das einmal passiert ok.,
in der Häufigkeit, möchte ich auch keine Absicht unterstellen, das ist einfach nur Gedankenlosigkeit.
Grüße aus dem Bornekamp!“

 

Und schließlich gab es am frühen Nachmittag auch noch eine Lobes- und Dankesmail an den „Bürgermeister, die Herren Wigant und Peters sowie die Damen und Herren der Polizeistadion Unna:

„Es war ein heißes Wochenende im Bornekamp, Beach-Party im Freibad, mit den entsprechenden Ausläufern bis hin zum zweiten Regenrückhaltebecken.
Man hatte das Gefühl, durch die Parkwege schwebten die Glühwürmchen, aber nein, es waren die Rücklichter der zahlreichen Fahrräder.
Lärm, Vandalismus, Vermüllung im Bornekamp, Fehlanzeige. Das lesen Sie auch anhand einer Rückmeldung aus dem Bereich, Am Wiesenanger.
Ein Dank an die Mitarbeiter der Behörden, die auf Kontrolltour waren. Ein Dank an die Herren von Herrn Peters, die am Sonntag den Bornekamp schon in der Frühe besenrein gemacht haben. Ein herzliches Dankeschön an die Presse, die die Dinge begleitet haben, mit dem Hinweis, dass stärkere Kontrollen stattfinden.
Nun soll man den Tag nicht vor dem Abend loben, ein erfolgreicher Anfang zur Bekämpfung wurde gemacht, das muss nun konsequent weiter verfolgt werden. Ein „Jeder“, ist im Bornekamp herzlich willkommen, wenn er sich dann auch entsprechend benimmt.
Wenn wir diesen Standard halten könnten, wäre das Ihr Verdienst.“

Gegenüber unserer Redaktion hatte Volker Viebahn schon mehrfach betont, dass er trotz teils unsachlicher Angriffe („Blockwart“ war noch ein harmloser Ausdruck, der in Facebookkommentaren fiel) nicht mit seinen beständigen Mahnungen an die Pflichterfüllung der Stadtverwaltung nachlassen werde. Dies geschah auch schon lange vor seiner Entscheidung, für die Freie Liste Unna als Ratskandidat anzutreten. Es gehe ihm schlicht darum, betonte Viebahn heute erneut, dass der Bürger für sein Steuerzahlergeld ordentliche Arbeit und guten Service erwarten könne.  

2 KOMMENTARE

  1. Richtig so, Gespräche auf rationaler Ebene helfen, aus eigener Erfahrung, da nicht.
    Druck machen, sofern man in der Position ist,schon eher.
    Ausnehmen würde ich allerdings die Sachbearbeiter, denn immer wenn ich ein Anliegen hatte, wurde geholfen. Ausnahme Bauamt!!!!
    Das wirkliche Problem liegt bei den verantwortlichen Abteilungsleitern und Dezernenten und wie die ticken haben wir ja reichlich erleben können, auch bei Auftritten im Stadtrat.
    Insofern weiter so und immer wieder irgendwie treten auch Dank (zumindest an ein Organ) dass das auch öffentlich wird.

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