Kontrollen am Kohlberg begannen mit „ihr A*-löcher“

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Der Fahrer dieser Harley Davidson musste seinen Auspuff abmontieren. Die Polizei stellte die viel zu laute Anlage sicher. Foto: Polizei MK

Das fing schon bezeichnend an: „Auf der Anfahrt wurden Polizisten in Höhe einer Radarmessstelle von einem Radfahrer aus Balve als „Arschlöcher“ bezeichnet. Dies hatte die erste Anzeige des Tages zur Folge“ bilanziert die Märkische Polizei nüchtern.

Über das gesamte Pfingstwochenende war sie wieder verstärkt am Kohlberg nebst  Zufahrtsstrecken  im Einsatz.

„Der Kohlberg zwischen Altena-Dahle und Neuenrade einen „Hotspot“ in der Lärm- und Raserproblematik  dar“, erklärt die Behörde.

Im Ergebnis müssen die Kontrollen auch zukünftig weiter intensiviert werden. Neben technischen Kontrollen wurde die Geschwindigkeit überwacht.“

  • Der Fahrer einer Kawasaki Ninja mit Dortmunder Zulassung war nicht im Besitz der entsprechenden Fahrerlaubnis, was eine Strafanzeige nach sich zog. Die Polizisten stellten zwei Abgasanlagen sicher.
  • In einem Fall war die gesamte Anlage an einer Harley Davidson unzulässig. Sie war schlichtweg zu laut. Sie wurde vor Ort demontiert und sichergestellt.
  • In einem weiteren Fall geschah bei einem Krad Yamaha das Gleiche, jedoch war hier der Endschalldämpfer manipuliert.
  • Die Betriebserlaubnis eines PKW erlosch, weil er in unzulässiger Weise tiefergelegt war.
  • Bei den Geschwindigkeitsmessungen wurden insgesamt 1506 Fahrzeuge gemessen. Davon waren 177 zu schnell (davon 56 Kradfahrer). 19 Verstöße werden ein Fahrverbot nach sich ziehen (davon 14 Kräder).
  • Ein holländischer Kradfahrer mit über 90 km/h musste am Samstag an Ort und Stelle eine Sicherheitsleistung zur Sicherstellung des Verfahrens begleichen.
  • Am Montag blitzte es auf der Neuenrader Straße direkt zu Anfang der Messung drei Mal. Drei hintereinander fahrende Kräder mit Bochumer Zulassung rasten mit 117, 112 und 95 km/h durch die Messstelle, an der 50 erlaubt ist.
  • Auffällig: nach 2-3 Stunden Messbetrieb ebbten die Verstöße spürbar ab. Die gute Vernetzung der problematischen Klientel funktioniert offenbar.

„Diese ist es auch, die im Kern erreicht werden soll. Denn keineswegs fahren alle Motorrad-Fahrer zu schnell. Nur ein kleiner Prozentsatz der Fahrer hält sich nicht an die Regeln“, unterstreicht die Polizei.

An dem Ziel, diese Raser dauerhaft aus dem Verkehr zu ziehen, will sie „auch weiter mit aller Konsequenz arbeiten“.

Quelle: Kreispolizei Märkischer Kreis

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