Keine Maskenpflicht in Unna, aber dringender Appell

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Mund-/Nasenmaske - Symbolbild, Quelle Pixabay.com
  • UPDATE 22. 4., mittags – die NRW-weite Maskenpflicht kommt ab Montag.
  • UPDATE 22. 4. – Landrat Makiolla drängt auf einheitliche Lösung: „Kein Flickenteppich.“ In Sachen Mundschutz sind sich die Bürgermeister im Kreis mit Landrat Michael Makiolla einig. Die Kommunalspitzen wissen, dass die landauf, landab geführte Diskussion die Menschen verunsichert. „Wir erwarten von der Landesregierung bis Ende der Woche eine landesweit einheitliche Regelung.“
 Der Chef der Kreisverwaltung warnte ausdrücklich vor zu laschen Vorgaben: „Wir erleben die größte Pandemie seit einhundert Jahren. Da dürfen wir den Schutz unserer Bevölkerung nicht zu einem Bürgerentscheid mit Hätte-, Könnte, Sollte- Optionen machen“, findet Landrat Michael Makiolla auch im Namen der Bürgermeister deutliche Worte.
 
Makiolla rückt auch die besondere Lange des Ruhrgebiets in den Fokus. „Wir sind eine Region der Pendler. Gerade deshalb brauchen wir durchgängig geltende Regelungen und keinen Maskenball.“ Quelle Kreis Unna.de

Die ersten Städte in NRW (Dorsten, Münster) führen eine Maskenpflicht ein.

Unna nicht.

„Die Stadt Unna sieht derzeit von einer Maskenpflicht ab, richtet aber den ausdrücklichen Appell an die Bürgerinnen und Bürger, beim Einkaufen oder auch im öffentlichen Personennahverkehr eine Alltagsmaske, ersatzweise einen Schal oder ein Tuch, vor Mund und Nase zu tragen“, teilte die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag mit (21. 4.).

Die Stadt zitiert NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Nordrhein-Westfalen folgt dem letzte Woche von Bund und Ländern gefassten Beschluss: Wir empfehlen den Menschen – insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf im Einzelhandel – dringend den Gebrauch von Alltags- oder Community-Masken. Diese können ein wichtiger Beitrag zum Fremdschutz und zur Minimierung eines Ansteckungsrisikos sein. Ich appelliere hier an die Verantwortung jedes Einzelnen.“

Diesem dringenden Appell des NRW-Gesundheitsministers schließt sich die Stadt Unna an.

NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) aus Kamen signalisierte allerdings am Abend, dass die „mit der kommunalen Familie“ eine gemeinsame Lösung suchen werde. Denn weitere Großstädte wie Bochum oder auch Dortmund hatten am Nachmittag angekündigt, notfalls ebenfalls Alleingänge zu starten.

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