Appelle verpuffen: Weiter zahlreiche Biker viel zu schnell – Erneut tödlicher Unfall

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Die nachdrücklichen Appelle der Polizeipräsidien in Südwestfalen sind weitgehend verpufft. „Nachdem die ersten Motorradwochenenden im gesamten Sauerland sehr traurig verliefen, wurde es über Ostern nicht besser“, kritisiert Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper von der Kreispolizei Soest.

Im benachbarten Hochsauerlandkreis verunglückte ein 19-jähriger Biker am Karfreitag tödlich, drei weitere Motorradfahrer erlitten schwere Verletzungen. Alle Unfälle passierten ohne Fremdverschulden: Drei Kradfahrer verloren auf kurvenreichen Strecken die Kontrolle über ihre Maschinen, einer prallte beim Überholen eines Pkw hinter einer scharfen Linkskurve mit enem anderen Biker zusammen.

Die Tempokontrollen im Kreis Soest auf den beliebten Ausflugsstrecken (z. B. Möhnesee) endeten aus Sicht der Polizei alarmierend. 

  • Am Karfreitag wurde auf der B 516 zwischen Rüthen und Brilon ein Motorradfahrer mit 195 km/h bei erlaubten 100 km/h gemessen.
  • Am Samstag stellten die Beamten auf der B229 zwischen Delecke und Bruchhausen 35 Geschwindigkeitsverstöße fest – 27 davon wurden durch Motorradfahrer begangen. Einer davon fuhr ohne bei erlaubten 100 km/h mit 177 km/h durch die Messstelle. Fünf Fahrzeugführer müssen nun mit einem Fahrverbot rechnen, vier von ihnen waren Motorradfahrer.
  • Am Sonntag wurde an der Möhnestraße zwischen Niederbergheim und Völlinghausen im Bereich einer Bushaltestelle kontrolliert. Bei erlaubtem Tempo 70 kam es zu 88 Geschwindigkeitsverstößen. Sechs Motorradfahrer und zwei Autofahrer müssen nun mit Fahrverboten rechnen.
  • „Ein komplett rücksichtloser Zweiradfahrer wurde dort mit 176 km/h geblitzt. Was passiert, wenn er mit diesem Tempo auf einen Fußgänger am Straßenrand trifft, möchte man sich erst gar nicht ausmalen“, kritisiert die Polizei.

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