Vor rund einer Woche trat Michelle aus Kamen ihre neue Stelle bei einem Arbeitgeber in der Unnaer Stadtmitte an. Und sie steht bereits kurz vor dem Verzweifeln.
Nicht wegen des neuen Arbeitsplatzes in ihrem medizinischen Fachberuf, sondern wegen des Parkens in Unna.
„In der ersten Woche bei meinem neuen Arbeitgeber habe ich schon 40 Euro an Parkgebühren gezahlt“, berichtete uns die 28-Jährige merklich ratlos.
„Ich verzweifle langsam wirklich.“
Ihr Arbeitgeber selbst könne ihr keinen Stellplatz zur Verfügung stellen, schildert Michelle ihr Problem als berufstätige junge Mutter mitten in der Unnaer City. Nach Dauerstellplätzen in den in Frage kommenden Parkbauten der WBU hat sie sich ebenfalls erkundigt. Fehlanzeige, sagt sie:
„Alle Parkhäuser seitens der Stadt sind ausgebucht.“
Das Parkhaus am Christlichen Klinikum Unna (CKU) koste sie an langen Arbeitstagen bis zum Nachmittag 12 Euro, an Halbtags-Arbeitstagen 7 Euro. „Das sind allein schon 40 Euro die Woche.“
Auf ihr Auto verzichten kann die 28-Jährige nicht, da sie morgens vor Beginn ihres Arbeitstages zusätzlich noch ihre beiden Kinder in die Kita bringen muss. „Und der Verkehr von Kamen nach Unna ist ja bekanntlich super zäh…“ Das ist er gerade im Moment aufgrund der zahlreichen parallelen Baustellen. Für eine berufstätige Mutter zählt da buchstäblich jede Minute, weiß Michelle.
Auf ein vergünstigtes Ticket fürs CKU-Parkhaus am Nordring hat die junge Frau kaum Aussichten, weil sie nicht zu den unmittelbaren Mitarbeitern gehört.
Ihr Anliegen an unsere Redaktion war ursprünglich schlicht die Bitte, einen kurzen Post zu veröffentlichen, ob jemand einen privaten Stellplatz zu vermieten hat, maximal 5 Gehminuten vom CKU entfernt. „Für einen passenden Platz zahle ich selbstverständlich auch gerne eine faire Miete.“ Denn: „Ich verzweifle langsam wirklich.“
- Lesen Sie dazu bei Interesse auch unsere Berichterstattung zum Parkkonzept, das Anfang 2024 für die Unnaer Innenstadt in Kraft trat. Es erzielte bisher nicht seine erhoffte Wirkung. Anträge dazu, von FDP, WfU oder zuletzt AfD wurden bisher – im Fall der AfD ohne Diskussionen – abgelehnt.

































Entsprechend der offiziellen Politik ist sie eine Helikoptermutter und gefährdet Kinder, weil sie ihre Kinder mit dem Auto zur Kita bringt.
Dafür und für den Weg zur Arbeit gibt es ja alternativ Fahrradwege.
Man kann sich auch weitaus günstiger und Klimafreundlicher als ein Auto Lastenfahrräder für die Kinder bei der Stadt mieten.
Falls sie noch ein Verbrennerauto fährt ist das gefährlich für die Zukunft der Menschheit.
Unna hat deswegen extra bereits vor Jahren offiziell den Notstand für die Stadt ausgerufen.
Den Klimanotstand!
Zudem kann sie ja den ÖPNV benutzen.
Sie muß einfach das „Negative“ verdrängen und „Unheilbar Optimistisch“ bleiben:
Vielleicht fährt sie dann ja der Landrat Mario Löhr persönlich zur Arbeit 🙂
Kreis Unna:
https://youtu.be/WJlmtnVCoQQ?list=PLRcYMfD8D-tnCKEtd1ehzwn3xlDgqN0OP&t=204
Und wenn der Bus von Kamen nach Unna mal an der Haltestelle einfach ohne anzuhalten weiter fährt, kann man ja „Unheilbar Optimistisch“ improvisieren:
Kreis Unna:
https://youtu.be/WJlmtnVCoQQ?list=PLRcYMfD8D-tnCKEtd1ehzwn3xlDgqN0OP&t=93
Nebenbei bemerkt:
Gerade hat die Stadt Unna für die Nutzer ihrer Tiefgaragen zur Voraussetzung gemacht, das sie dort nur parken können, wenn ihr persönlicher Name und ihre Aufenhaltsdauer von private Firmen registriert und gespeichert wird.