Cybermobbing-Hilfe e.V. veröffentlicht Elternbroschüre zur Aufklärung über Cybermobbing

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Lukas Pohland, Gründer und Vorsitzender der Cybermobbing-Hilfe, präsentiert die kostenlose neue Elternbroschüre. Copyright Stephan Schuetze

Die in Schwerte ansässige Cybermobbing-Hilfe e.V. hat eine neue Broschüre für Eltern herausgegeben. Unter dem Titel „Zwischen Pausenhof und Klassenchat – Wie Sie Ihr Kind sicher durch das erste Jahr an der neuen Schule begleiten“ richtet sich der Ratgeber gezielt an Eltern, deren Kinder auf eine weiterführende Schule wechseln.

Alle weiterführenden Schulen in Dortmund haben die Broschüre bereits für ihre neuen 5. Klassen zum Schuljahresbeginn erhalten, außerdem ausgewählte Schulen im gesamten Bundesgebiet.

Mit dem Schulwechsel verändert sich für Kinder nicht nur der Stundenplan: Rund 30 neue Gesichter, der erste eigene Klassenchat und oft auch das erste Smartphone. Die neue Rangordnung in der Klasse endet nicht am Schultor, sondern setzt sich abends im Chat fort. Genau hier kann Cybermobbing entstehen. Meist leise und in Gruppen, die Erwachsene nie zu sehen bekommen.

„Unsere Broschüre soll Eltern keine Angst machen, sondern ihnen Worte geben. Sie müssen nicht wissen, wie jede App funktioniert. Sie müssen für ihr Kind erreichbar bleiben“, sagt Lukas Pohland, 1. Vorsitzender des Cybermobbing-Hilfe e.V.

Praktische Hilfe für den Familienalltag
Die Broschüre erklärt, wie sich ein gewöhnlicher Streit von Mobbing unterscheidet, und stellt die sechs Formen von Cybermobbing vor, die dem Verein in der Beratung am häufigsten begegnen. Vom Ausgrenzen aus der Klassengruppe über das Weiterleiten privater Fotos bis hin zu Drohungen. Eltern erfahren, auf welche Warnsignale sie achten sollten und wie sie ein Gespräch beginnen, ohne dass ihr Kind sich verschließt. Ein Sechs-Schritte-Plan zeigt, was im Ernstfall zu tun ist: vom Sichern von Beweisen per Screenshot über das Einbeziehen der Schule bis zur Anzeige bei der Polizei. Ein weiteres Thema ist die Rolle der Mitlesenden, denn Cybermobbing funktioniert nur mit Publikum.

Zum Mitmachen lädt eine Familienvereinbarung ein, die Eltern und Kinder gemeinsam ausfüllen, unterschreiben und sichtbar aufhängen können. Eine Übersicht mit Anlaufstellen, wie zum Beispiel der Nummer gegen Kummer, runden die Broschüre ab. Zudem stellt der Verein sein Präventionsprogramm „WIR gegen Cybermobbing! Unsere Schule macht mit!“ für Schulen vor, bei dem ganze Klassen in Workshops lernen, gegen Cybermobbing vorzugehen.

Kostenlos für interessierte Eltern
Eltern, aber auch Schulen, die sich informieren möchten, können die Broschüre kostenlos beim Cybermobbing-Hilfe e.V. bestellen, per E-Mail an info@cybermobbing-hilfe.de.

Über Lukas Pohland und Cybermobbing-Hilfe e.V.  

Der 19-jährige Lukas Pohland aus Schwerte engagiert sich vielseitig im Bereich Cybermobbing-Hilfe und gilt in den Medien als Experte für dieses Thema. Der Anlass für sein Engagement waren seine persönlichen Erfahrungen: Im Alter von zwölf Jahren war Pohland selbst von Cybermobbing betroffen, nachdem er einer im Internet gemobbten Mitschülerin geholfen hatte. 

Auf die Initiative von Lukas Pohland wurde im November 2018 der gemeinnützige Verein Cybermobbing-Hilfe e.V. gegründet. Seitdem betreibt der Verein mit Pohland als 1. Vorsitzenden aktiv Präventionsarbeit gegen Cybermobbing und hilft betroffenen Kindern und Jugendlichen durch ein Beratungsangebot. Der Cybermobbing-Hilfe e.V. unterstützt Schulen, öffentliche Institutionen und Unternehmen im Einsatz gegen Cybermobbing und betreibt damit wichtige Präventionsarbeit.

Darüber hinaus engagiert sich Lukas Pohland als Redner in Schulklassen, bei Veranstaltungen oder in den Medien. Schon mehrfach war er in bekannten TV-Formaten auf dem Podium zu Gast: unter anderem in der NDR Talk Show. Ebenso betreibt er Aufklärungsarbeit in der Politik: Im April 2018 sprach er auf Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen als Sachverständiger vor dem Landtag Nordrhein-Westfalen. Er wurde zudem mehrere Male ins Bundeskanzleramt eingeladen. Pohland ist Mitglied im Beirat der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz.

www.cybermobbing-hilfe.de

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