Warum Steuergerechtigkeit uns alle angeht: Politischer Diskussionsabend mit Cum Ex-Staatsanwältin in Unna

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Flyer Unna-Marketing

Wie können gestohlene Steuermilliarden zurückgeholt werden? Warum werden große Fälle von Steuerhinterziehung so schwer verfolgt? Und was muss sich ändern, damit Steuergerechtigkeit nicht nur ein politisches Versprechen bleibt?

Unter dem Thema „Cum/Ex, Milliarden und Moral“ steht die nächste Diskussionsveranstaltung der Reihe „Erst zuhören – dann reden“ in Unna. Es geht um die Frage, warum Steuergerechtigkeit uns alle angeht„, so das Unna-Marketing.

Termin ist Mittwoch, 09.09.2026 | 19 Uhr | Schwankhalle im zib – Zentrum für Information und Bildung, Lindenplatz 1, 59423 Unna

Referentin Anne Brorhilker hat als Staatsanwältin mehr als zwei Jahrzehnte lang gegen Wirtschaftskriminalität ermittelt und wurde insbesondere durch ihre Arbeit bei der Aufklärung des Cum-Ex-Skandals bekannt, durch den dem Staat 40 Milliarden Euro Steuergeld entgingen.

„Cum-Ex und Cum-Cum sind dabei mehr als komplizierte Finanzgeschäfte. Es geht um Milliarden an Steuergeldern, um politische und wirtschaftliche Macht, um die Grenzen staatlicher Kontrolle und letztlich um die Frage, für wen unser Staat eigentlich funktioniert“, heißt es in der Einladung zum Abend.

„Gerechtigkeit beginnt dort, wo die Privilegien einiger weniger enden.“

Dieser Gedanke stehe beispielhaft für Brorhilkers Haltung: Steuergerechtigkeit dürfe nicht davon abhängen, wie viel Geld, Einfluss oder juristische Möglichkeiten jemand besitzt. Recht müsse für alle gleichermaßen gelten – auch für Banken, Unternehmen und die besonders Vermögenden.

Dabei geht es in Unna auch um die aktuellen Fragen. Anne Brorhilker: „Der Staat kann sich wehren, und der Staat sind letztlich wir alle, wir Bürgerinnen und Bürger.“

Ein Abend über Cum-Ex, Finanzkriminalität, Macht und Lobbyismus – und vor allem über die Frage, was Steuergerechtigkeit für unsere Demokratie und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeutet.

Zur Reihe: – erst zuhören, dann reden:

Die politische Reihe läuft seit mehreren Jahren unter Regie von Regina Ranft (Die Grünen), die die Veranstaltungen moderiert. Verschiedenste meist aktuelle Themen wurden aufgegriffen und diskutiert.

Jede Veranstaltung startet mit Kurzreferat, Vortrag, Statement oder Lesung, also mit einem vertiefenden inhaltlichen Input. Danach geht es dann mit Diskussionen, Gesprächsrunden und Austausch mit allen Gästen weiter.

Der Titel ist als Appell gemeint, in einer oft aufgeregten und zugespitzten gesellschaftlichen Debatte „einen gegenseitig wertschätzenden Diskursstil zu pflegen“ -„erst zuhören, dann reden“.

Die Veranstaltungsreihe soll, so fasst das Unna-Marketing zusammen, „in eine aufschlussreiche politische Information beinhalten, die die drängenden Themen unserer Zeit beleuchtet. Sie ist eine Plattform für offene Diskussionen, kritische Analysen und inspirierende Ideen, die unsere gesellschaftliche Landschaft formen.

Hier besteht die Möglichkeit, Meinungen auszutauschen, neue Perspektiven kennenzulernen und Verständnis für verschiedenste Zusammenhänge zu entwickeln.“

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