13-Jähriger bei illegalem Rennen in Dortmund schwer verletzt: BMW, VW, Führerscheine und Handys gesichert

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Symbolbild, Rücklicht eines Autos, Quelle Pixabay

Wöchentlich teils mehrmals berichten die Polizeien in den benachbarten Großstädten von illegalen Autorennen, dieses hier ging schlimm aus – und zwar für einen unbeteiligten 13-Jährigen.

Der Junge wurde am gestrigen Sonntag (16. August) gegen 21:20 Uhr auf der Klönnestraße in Dortmund von einem Pkw erfasst und schwer verletzt.

„Ersten Erkenntnissen zufolge ging dem Unfall ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen zweier Fahrzeuge voraus“, so der Dortmunder Polizeisprecher Felix Groß.

Nach bisherigem Ermittlungsstand waren an dem Rennen ein VW Arteon (27-j. Fahrer aus Dortmund) und ein BMW X5 (23-j. Fahrer aus Dortmund) beteiligt. Laut Zeugen fuhren beide mit stark überhöhter Geschwindigkeit die Klönnestraße in Richtung Süden.

Etwa in Höhe der Inselstraße kollidierte der VW mit dem 13-Jährigen, der gerade die Straße überquerte. Der Junge wurde durch die Wucht des Aufpralls auf den Gehweg geschleudert und blieb dort schwer verletzt liegen.

Ersthelfer kümmerten sich vor Eintreffen des Rettungsdienstes um die Versorgung des Jungen. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert – Lebensgefahr bestand nicht.

Die Polizei Dortmund stellte die Mobiltelefone, die Autos und die Führerscheine der beiden Fahrzeugführer sicher und hat die Ermittlungen wegen Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen sowie fahrlässiger Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall aufgenommen. Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum haben sich bei beiden Fahrern nicht ergeben.

„Dieser Verkehrsunfall zeigt einmal mehr die Gefahren illegaler Kraftfahrzeugrennen auf“, warnt Felix Groß. „Diesem Phänomen tritt die Polizei Dortmund mit viel Unverständnis und großem Engagement entgegen, seit Jahren ist dies daher ein behördenstrategischer Schwerpunkt.

Raser haben in Dortmund nichts zu suchen!“

Das sei auch beim Schwerpunkteinsatz in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen die Raser-, Poser- und illegale Tuningszene einmal mehr deutlich geworden. Die Polizei richtete dabei zwei Messstellen ein (162 Geschwindigkeitsverstöße) und bestreifte verschiedene Raser-Hotspots. Auch zahlreiche Beamte des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Dortmund waren im Einsatz.

Die Beamten stellten vier Autos zwecks Gutachtenerstellung sicher, aufgrund des Verdachtes verbotener technischer Veränderungen.

Vier Fahrer waren ohne Fahrerlaubnis unterwegs,

außerdem fertigte die Polizei 19 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen,

erhob sieben Verwarngelder

und vollstreckte zwei Haftbefehle.

Auf dem Wall, wo sich erfahrungsgemäß viele Personen aus der Raser-, Poser- und illegalen Tuning-Szene sammeln, waren in der Spitze rund 300 Fahrzeuge unterwegs. „Laute Motorengeräusche und Hupkonzerte waren einmal mehr extrem unnötige Begleiterscheinungen, über die sich Anwohner zurecht regelmäßig beschweren“, unterstreicht der Polizeisprecher.

„Die Polizei Dortmund wird auch in Zukunft mit weiteren Schwerpunkteinsätzen gegen die Szene vorgehen.“

Quelle Polizei DO

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