Freilaufende Hunde Top-Thema in Hengsen: Ortsvorsteher Schütte auf Streife mit dem Ordnungsamt

0
44
Auf Streife mit dem Ordnungsamt durch Holzwickede-Hengsen. Foto: Volker Schütte

„Ein Mann hat nie eine Leine dabei und ist absolut beratungsresistent, wenn ich ihn darauf anspreche – unglaublich!“

Dass immer mehr Hundebesitzer ihre Vierbeiner auf den weitläufigen Hengser Feld- und Wirtschaftswegen unangeleint laufen lassen, war das Top-Thema bei „Schüttes-Kreisel-Talk“ im Mai und im Juni.

Besorgte Anwohner, u.a. Landwirt Jörg Krumme, hatten in Hengsens Dorfmitte eindrucksvoll geschildert, welche Gefahren von nicht angeleinten Hunden ausgehen.

Diese drei Kernaussagen hat Ortsvorsteher Volker Schütte aus den Gesprächen mitgenommen und an die Holzwickeder Gemeindeverwaltung weitergeleitet:

Spaziergänger fühlen sich durch freilaufende Hunde bedroht, Rehe oder Hasen werden über die Felder zu Tode gehetzt. Und am Wegesrand bzw. auf den Weiden hinterlassener Hundeko, bringt Krankheitserreger.

So etwa den gefährlichen Parasiten „Neospora caninum“, in den Futterkreislauf – häufig mit fatalen Auswirkungen, sprich Krankheiten für Rinder, Schafe oder Pferde.

Am Samstag voriger Woche, den 25. Juli, hatte Schütte die Möglichkeit, Ordnungsamtsmitarbeiter Lukas Freeze (oben im Bild) auf einer knapp dreistündigen Streife durch den ländlichen Hengser Westen zu begleiten.

Dabei berichtet Freeze, dass das Team des Ordnungsamtes in den letzten Tagen in Sachen „Hunde“ zu unterschiedlichen Tageszeiten in Hengsen unterwegs gewesen ist – mit dem Fahrrad und auch zu Fuß. „Wir wurden von den Hundeführern, die wir angesprochen haben, mit Respekt behandelt, man hielt die Kontrollen für wichtig und alle hatten Tüten für die Notdurft ihrer Tiere dabei“, ergänzt Lukas Freeze.

Freeze und Schütte sind sich einig, dass seit der Schließung des „Truppis“ im Mai deutlich mehr Spaziergänger und Hunde in der Hengser Heide sowie rund um den „Kellerkopf“ unterwegs sind. Dass auch die Zahl der geparkten Autos zugenommen hat, konnte das „Streifenteam“ schon an der Straße „Am Wasserturm“ feststellen, wo mehrere Pkw auf dem Grünstreifen standen.

Einen knappen Kilometer weiter trafen die beiden Hengser am Linscheider Weg auf Manuel Koppelberg und seine Schäferhündin „Nelli“.
Koppelberg hat nicht von jedem Hundehalter eine gute Meinung und berichtete von Personen, die regelmäßig mit ihren nicht angeleinten Hunden auf der Tal-, Feld- oder Kellerstraße unterwegs sind. Mit einem Schulterzucken ergänzte der erfahrene Hundesportler:

„Ein Mann hat nie eine Leine dabei und ist absolut beratungsresistent, wenn ich ihn darauf anspreche – unglaublich!“

Lukas Freeze machte sich diesbezüglich eine Notiz und setzte dann seine Streife mit Hengsens Ortsvorsteher fort.
Auf dem Ginsterweg, ca. 500 Meter vor der Schwerter Straße entfernt, wurden die beiden langsamer. Direkt auf dem gemähten Seitenstreifen des Feldes liegt im Abstand von nur wenigen Metern ein „Hundehaufen“ nach dem anderen.

Bei der Zahl 20 hörten Lukas Freeze und Volker Schütte auf, zu zählen und beendeten ihre Streife dann doch ein wenig frustriert.

Volker Schütte: „Wir sind in dieser Sache auf einem ganz guten Weg, aber die Aufklärungsarbeit und die Kontrollen in Sachen freilaufender Hunde sollten fortgesetzt werden!“

PM Ortsvorsteher V. Schütte

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here