Angriff mit Flasche, Steinwürfe, Messer griffbereit – Aggressive Randalierer halten Bundespolizei im Atem

0
28
Symbolbild Bundespolizei

Mit gleich zwei hochaggressiven Randalierern bekam es am Mittwoch (22. 7.) im Abstand von 6 Stunden die Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof zu tun. Der Bahnhof ist an den erfassten Gewalttaten gemessen derzeit der zweitgefährlichste in Deutschland.

Der erste Randalierer führte am Nachmittag zu einem größeren Polizeieinsatz. Der Mann griff Zugbegleiter an, beschädigte einen Zug und leistete bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand.

Der 32-Jährige hatte sich bereits während der Fahrt im ICE 108 aggressiv verhalten und wurde daher vom Zugpersonal am Dortmunder Hauptbahnhof von der Weiterfahrt ausgeschlossen.

Auf das Eintreffen der Bundespolizisten reagierte der in Bochum gemeldete aggressiv und unkooperativ. Als die Beamten ihn aus dem Zug führten, leistete er massiv Widerstand. Die Einsatzkräfte brachten ihn zu Boden und fesselten ihn.

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden sieein Messer, das sich zugriffsbereit in der Jackentasche des Iraners befand. Sie beschlagnahmten es.

In der Dienststelle stellten die Einsatzkräfte die Identität des Migranten fest und belehrten ihn. Er äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.

Mit einem Platzverweis für den Hauptbahnhof durfte er die Dienststelle verlassen. Die Bundespolizei ermittelt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Am Abend, gegen 23:00 Uhr, wurde ein weiterer Mann am Bahnhof Dorstfeld aufgrund seines aggressiven und randalierenden Verhaltens durch den Zugbegleiter aus einer S-Bahn der Linie S2 verwiesen.

Der 44-Jährige erzwang sich jedoch mit einem gezielten Tritt in Richtung des Bahnmitarbeiters wieder den Zutritt zum Zug. Im Fahrzeug schleuderte er eine Glasflasche gezielt auf den Zugbegleiter – dieser wich dem Geschoss durch schnelles Wegdrehen aus, zog sich dabei jedoch eine Verletzung am Unterarm zu.

Der Aggressor verließ im Anschluss den Zug, kletterte ins Gleis, klaubte Schottersteine aus dem Gleisbett und schleuderte sie gegen die Seite des Führerstands, wodurch Lackschäden am Zug entstanden.
Daraufhin flüchtete er.

Eine umgehende Nahbereichsfahndung der Bundespolizei führte wenig später zum Erfolg: Der wohnungslose Türke wurde in einer weiteren S2 am Haltepunkt Westerfilde lokalisiert. Dort verhielt er sich gegenüber Reisenden erneut verbal hochgradig aggressiv sowie unkooperativ und bedrohte das Bahnpersonal.

Die mit Sonder- und Wegerechten angefahrenen Einsatzkräfte forderten den Aggressor auf, sich auf den Boden zu legen. Da er dieser Anweisung nicht nachkam, halfen die Beamten nach – unter erbittertem Widerstand des 44-Jährigen in steigender Intensität, indem er sich sperrte und versuchte, seinen Arm loszureißen. Erst unter Zwang konnten ihm Handfesseln angelegt werden.

Da er sich weiterhin extrem unkooperativ zeigte und sperrte, mussten zusätzlich seine Beine fixiert werden. Auch während des anschließenden Transports im Dienstfahrzeug versuchte der Türke noch, sich aus den Fesseln zu befreien und mit den Beinen um sich zu treten.

Auf der Dienststelle ergab ein durchgeführter Atemalkoholtest einen Wert von ca. 1,2 Promille. Nach der mündlichen Belehrung und der Identitätsfeststellung kam er zur Verhinderung weiterer Straftaten ins Polizeigewahrsam.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, unbefugten Betretens von Bahnanlagen, Sachbeschädigung, Bedrohung sowie Widerstands gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.

Haftgründe bestanden gegen keinen der beiden Männer.

Quelle Bundespolizei Dortmund

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here