Zweijährige in Schwerter Fußgängerzone von Radlerin erfasst und schwer verletzt

2
97
Ohne zusätzliche Hinweisschilder ist eine Fußgängerzone für Radler tabu - sie müssen absteigen und schieben. Die Städte regeln das unterschiedlich. (Fotos Archiv)

Schwerer Unfall in der Fußgängerzone Schwerte. Das Unfallopfer: ein Kleinkind. Die Unfallfahrerin: ebenfalls ein Kind auf einem Rad.

Das Unglück passierte am frühen Dienstagabend (30.06.2026) gegen 17.45 Uhr in der Fußgängerzone auf der Hüsingstraße. Eine 12-jährige Schwerterin fuhr dort mit ihrem Fahrrad in Richtung Kleppingstraße.

Was zu dieser Uhrzeit verboten ist: In der Schwerter Bummelzone darf nur ab 19 Uhr bis zum Morgen um 9 Uhr geradelt und gescootert werden, berichtete uns Polizeipressechef Bernd Pentrop auf Nachfrage.

Die 12-Jährige ignorierte diese Regel und prallte in der Fußgängerzone mit einem zweijährigen Mädchen aus Dortmund zusammen.

Das Kind stürzte und erlitt schwere Verletzungen. Ein Rettungswagen brachte die Zweijährige in ein Krankenhaus. Lebensgefahr kann laut Polizeisprecherin Kira Linnenkamp ausgeschlossen werden.

Die Regelung, dass Radfahren zwischen 9 und 19 Uhr verboten ist, galt früher auch in der Fußgängerzone Unna. Die Ausweitung des Verbots auch auf die Abend- und Nachtstunden beschäftigt derzeit die Politik. Es gibt einen Antrag seitens der SPD, das Radfahren abends und nachts wieder zu erlauben, weil angeblich der für Radler vorgesehene „Innenstadtradring“ nur unzureichend angenommen werde und nachgebessert werden müsse, um mehr Akzeptanz bei den Radlern zu erreichen.

Der Radring, markiert durch 16 Piktogramme, wurde vor zwei Jahren für rund 50.000 Euro Steuergeld angelegt.

2 KOMMENTARE

  1. Noch Fragen SPD?
    Die Regelung in Unna ist, gut wie sie ist und bedarf keiner Änderung nur weil einigen der Radring zu steil, zu dunkel oder zu lang ist.
    Wer das so sieht, kann ja Taxi fahren.

  2. Übrigens bin ich dafür, dass die Nummernschilder für E-Scooter sichtbarer sein müssen und ich finde auch, dass Fahrräder nicht mehr ohne Kennzeichen unterwegs sein dürften. Nicht nur für Ebikes. Dann würden Regeln auch eher eingehalten werden. Vllt. würde das auch eher gegen Diebstahl schützen?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here