Hochwasserschutz für Massen: Vier neue Rückhaltebecken – Start in der Massener Heide

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Hochwasser nach dem Starkregen Mitte Juli 2021 in Massen, hier das Regenrückhaltebecken. (Foto Kracht)

Mit vier Hochwasserrückhaltebecken soll Unnas zweitgrößter Stadtteil Massen perspektivisch vor den Auswirkungen von Hochwasserereignissen geschützt werden.

Im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Grünflächen am Dienstag, 16. Juni 2026, stellte die Stadtverwaltung die Details dieser Planung vor. Sie sehen ein mehrstufiges Schutzkonzept vor, das den Ortsteil künftig besser vor Situationen wie am 14. Juli 2021 schützen soll, als in Folge anhaltenden Starkregens der Massener Bach über seine Ufer trat und die daraus resultierenden Überflutungen umfangreiche Schäden anrichteten.

Archivbild vom Hochwasser in Massen Mitte Juli. (Foto P. Kracht)

Als Reaktion auf die Überflutungen im Juli 2021 wurden die hydrologischen und hydraulischen Berechnungen aus dem Jahr 2007 aktualisiert, der Massener Bach wurde neu vermessen und es wurden mögliche Standorte für Rückhaltebecken geprüft. Die Ergebnisse dieser Planungen haben nun zu folgendem Hochwasserschutzkonzept  für den Massener Bach geführt:

An drei Standorten im Liedbachtal und an einem Standort in der Massener Heide werden Hochwasserrückhaltebecken gebaut, die das Wasser des Liedbaches und des Massener Baches zurückhalten sollen.

Das größte dieser Becken, das somit das größte Gefahrenpotenzial abwendet, wird als Erstes gebaut:

Für das Hochwasserrückhaltebecken in der Massener Heide ist die artenschutzrechtliche Betrachtung bereits abgeschlossen und die erforderlichen Grundstücksverhandlungen laufen derzeit. Durch ein Bodengutachten erfolgt nun der Nachweis der Standsicherheit des geplanten Dammes für das Becken, das nach Fertigstellung 45.000 Kubikmeter Wasser zurückhalten soll. Anschließend kann die Erstellung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung beginnen – diese ist entscheidend, damit tatsächlich mit dem Bau begonnen werden kann.

Mit der Ausschreibung der Bauleistungen rückt der Baubeginn näher – allerdings gelten hier strenge Vorgaben des Vergaberechts, die gewissen Fristen folgen und die zeitlich nicht durch die Stadtverwaltung beeinflusst werden können. Die reine Bauzeit dieses Beckens wird auf ein Jahr geschätzt.

Parallel zu dem Projekt in der Massener Heide werden die Planungen für zwei der drei Hochwasserrückhaltebecken im Liedbachtal fortgeführt. Die Planung des dritten Beckens ist von der Fertigstellung des Umbaus der A1 durch die Autobahn GmbH abhängig: Erst wenn dieser abgeschlossen ist, kann mit den Planungen für das Hochwasserbecken dort begonnen werden.

Eine Fertigstellung aller vier Hochwasserrückhaltebecken ist realistisch Anfang der 2030er-Jahre zu erwarten. Ergänzend zu den Hochwasserrückhaltebecken sieht das Konzept an verschiedenen Stellen im Ortsteil Massen Verwallungen zum Schutz einzelner Grundstücke vor.

PM Stadt Unna

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