
Damit hat sich die CDU offiziell von einem neuen Unnaer Freibad als Ersatz fürs Massener Freizeitbad verabschiedet.
Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Tiefbau am heutigen Mittwoch (18. 2., Beginn 17 Uhr) steht der Prüfantrag „Bäderbus“ der CDU auf der Tagesordnung. Unnas zweitgrößte Ratsfraktion bittet darin um die Kostenprüfung für eine neue Buslinie, die in der Freibadsaison die Freibäder der umliegenden Städte und Gemeinden mit Unna verbinden soll.
Update aus der Sitzung – der Antrag wurde bei Enthaltung von WfU angenommen.
Genannt wird etwa das Freibad Schöne Flöte in Holzwickede. Fröndenberg hat gleich zwei Freibäder zu bieten, das bürgerschaftlich getragene in Dellwig sowie das Löhnbad in der Stadtmitte, das die Stadtwerke betreiben. In der Nachbarstadt im Norden, Kamen, wurde im vergangenen Jahr wie berichtet das Sesekebad neu eröffnet.
Alle genannten Kommunen sind in weniger als 20 Minuten von der Kreisstadt aus erreichbar.
Der von der CDU visionierte „Bäderbus“ soll einer konkreten Route folgen, heißt es in dem Antrag.
„Das Ziel wäre eine unkomplizierte Teilhabe für Bürgerinnen und Bürger an der vorhandenen Infrastruktur.“
Obwohl Kamen und erst recht Fröndenberg und Holzwickede deutlich kleiner sind als Unna, rechtfertigt die CDU ihren unverhohlenen Abschied von einem neuen Freibad für Unna unter anderem mit der Kleinheit Unnas, gleichwohl die Kreisstadt.
„Für kleinere Städte wird es zunehmend schwieriger, jeweils eine breit angelegte Freizeitanlagen-Infrastruktur vorzuhalten“, behauptet die CDU. „Finanzielle Spielräume werden immer kleiner und Anlagen wie Schwimmbäder erfordern ein hohes Maß an operativer und technischer Betreuung.
Im Umkreis Unnas gibt es noch verschiedene Freibäder, die man mit einem pendelnden Bus erschließen könnte.“
Zumal Unna damit praktische Nachbarschaftshilfe leisten könne, argumentieren die Christdemokraten:
„Das Freibad Schöne Flöte in Holzwickede ist z.B. eine große Anlage, für die auch Modernisierungsmaßnahmen geplant werden, um die Anlage ,zukunftsfest´ zu machen. Eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln wäre für Besucher aus Unna ein attraktives Angebot.“
Erst im letzten Satz kommt die Bürgermeisterpartei zum eigentlichen Kern ihres Antrags:
„Wir sehen für Unna nicht die finanziellen Kapazitäten, den geplanten Ersatzbau des Hellwegbades Massen mit einem Außenbereich zu versehen.“
Daher würde man gerne andere Möglichkeiten untersucht wissen, um den Unnaern Freibadbesuche zu ermöglichen.
Komplett unerwähnt bleibt im Antrag der CDU übrigens das vereinsgetragene Unnaer Bornekampbad, das seinen Freibadbetrieb in den letzten Jahren sogar stetig ausgeweitet hat (zuletzt auf Eisschwimmen im Winter). Aus Sicht der Christdemokraten stellt das „BB´chen“ aber offenbar keine ernsthafte Alternative für Unnaer Freibadgäste dar.


































