Nach den schweren Ausschreitungen mit sieben verletzten Polizisten bei einer Kurdendemo am Dienstag (20. 1.) in Dortmund ist für Freitag die nächste Versammlung in der Innenstadt angemeldet. Wieder ist es eine Kurdendemo, und erneut sollen 400 Teilnehmer erwartet werden. Am gestrigen Dienstag wurden daraus 4000.
Die Polizei hat am heutigen Tag eine Ermittlungskommission (EK) zur weiteren Aufarbeitung der Ereignisse eingerichtet. Bereits unmittelbar nach der Versammlung waren Ermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs, Körperverletzungsdelikten und Sachbeschädigungen gekommen.
In der EK „werden nun die weiteren Ermittlungsmaßnahmen, wie z.B. die Auswertung der gesicherten Videomaterialien zentralisiert und mit dem Ziel bearbeitet, Tatverdächtige zu identifizieren, um sie für die Rechtsverstöße zur Verantwortung zu ziehen“, teilte die Dortmunder Polizeibehörde am Mittwochmittag mit.
Für Freitag, den 23.01.2026, liegt der Polizei Dortmund für 16:00 bis 18:00 Uhr eine erneute Versammlungsanmeldung mit Bezug zu kurdischen Anliegen vor, als Demo durch die Innenstadt. Bis zu 400 Teilnehmer sind angemeldet.
In den sozialen Medien, auch auf der Facebookseite der Dortmunder Polizei selbst, herrscht breites Unverständnis darüber, dass drei Tage nach diesen schwerwiegenden Ausschreitungen die nächste derartige Kundgebung genehmigt wird. Die Polizei argumentiert mit der Versammlungsfreiheit, die vom Grundgesetz geschützt ist.
Die Polizei befinde sich „in engen Abstimmungen mit dem Anmelder und bereitet sich intensiv auf den polizeilichen Einsatz dazu vor“, heißt es in der Mitteilung vom Mittwochmittag.
Mit Blick auf die Ereignisse vom Dienstag würden Auflagen geprüft.
Es könne am Freitag von 16:00 bis 18:00 Uhr sowie in der An- bzw. Abreisephase zu Verkehrsbeeinträchtigungen in der Innenstadt kommen. Die Polizei bittet die Besucher und Anwohner, sich in ihren Planungen darauf vorzubereiten.
Polizeipräsident Gregor Lange (SPD) formuliert seine „Erwartungshaltung“ an die Demoteilnehmer, sich an Recht und Gesetz zu halten.
Quelle Polizei Dortmund



































