Die Frage nach einem Schlafplatz und ein Spaziergang im Bahnhof führten zur Festnahme:
Am Donnerstagnachmittag gegen 17:15 Uhr klingelte ein Mann an der Wache der Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof und erklärte, dass er einen Schlafplatz suche.
Aufgrund der sichtbaren Verbände und des Patientenarmbands des 59-Jährigen fragten ihn die Beamten, ob er aus einem Krankenhaus abgängig sei. Dies verneinte er und gab gegenüber den Einsatzkräften seine Personalien an.
Eine Überprüfung dieser Daten ergab eine Ausschreibung zur Festnahme aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Unna: Das Gericht hatte den wohnungslosen Deutschen vor knapp einem Jahr, im November 2025, wegen Hausfriedensbruchs zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen je 15 Euro oder ersatzweise 25 Tagen Freiheitsstrafe verurteilt.
Eine telefonische Nachfrage in den naheliegenden Kliniken ergab, dass der Mann am selben Tag aus der Behandlung entlassen worden war.
Da er angab, die Geldstrafe nicht zahlen zu können, nahmen die Bundespolizisten ihn vor Ort fest und brachten ihn anschließend in eine Justizvollzugsanstalt.
Am späten Abend gegen 23:30 Uhr erwischten Bundespolizisten im Essener Hauptbahnhof dann noch einen 25-jährigen Afghanen mit einer Fahndungsausschreibung der Staatsanwaltschaft Osnabrück: Das Amtsgericht Nordhorn hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres einen Vollstreckungshaftbefehl wegen unerlaubter Einreise gegen den Wohnungslosen erlassen.
Da der Verurteilte die offenen 838 Euro nicht zahlen konnte brachten ihn die Polizisten für 25 Tage Ersatzfreiheitsstrafe in eine JVA.
Quelle Bundespolizei Dortmund
































