Unfallflucht mit verletzter Radlerin im Tunnel Höingstraße

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Bahntunnel Uhlandstraße/Höingstraße. hier die Fahrtrichtung stadtauswärts in Richtung Hammer Str./Königsborn. (Foto Rinke)

Unfallflucht mit verletzter Radlerin am Samstag, 26. 9., in Unna-Mitte. Die betroffene Unnaerin stand bei ihrer Schilderung gegenüber unserer Redaktion noch merklich unter dem Eindruck des Erlebten.

„Hallo, ich suche Zeugen“, meldete sich Nicole K. am Nachmittag. „Hat jemand heute gegen ca 13.30 im Tunnel Höingstraße eine Beinahe-Kollision beobachtet?

Ich war ca. auf der Mitte im Tunnel, als ein PKW dort einfuhr. Er hat stark beschleunigt, extrem mittig der Fahrbahn und dabei noch einen Schlenker gemacht, als wenn das Auto vorne kurz ausgebrochen wäre.

Ich hab‘ gedacht, der fährt mich um. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs, bin dann durch meine Vollbremsung gegen die Mauer des Tunnels geknallt und hab mir den Arm geprellt.

Statt dass der anhielt, hat er zum Ende des Tunnels nochmals beschleunigt – es schallt ja so schön im Tunnel!

Die nachfolgenden Autos haben wegen mir angehalten, er nicht – oder sie, wobei ich ein derartiges Fahrverhalten nicht von Frauen kenne, aber wer weiß.

Es ist dort leider sehr dunkel, daher habe ich weder Farbe, Marke oder Kennzeichen erkannt bzw. in der Situation nicht drauf geschaut. Ich dachte echt, der fährt mich um.

Ich fahre eigentlich jeden Samstag im die Zeit daher, sowas ist mir noch nie passiert.

Ich bin erstmal Richtung Uelzen gefahren, und dann tat mir aber der Ellenbogen arg weh.

Musste dann ins Krankenhaus und habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet.


Vielleicht hat einer der anderen Autofahrer, die das definitiv gesehen haben, sich irgendwas gemerkt, was weiterhilft, den Fahrer zu finden.
So rücksichtslos fährt man nicht in den Tunnel, wenn da ein Radfahrer drin fährt – und abhauen geht schon mal gar nicht.“

1 KOMMENTAR

  1. Anscheinend hat die Polizei keinen verkehrswidrigen Anhaltspunkt gesehen um selber eine Polizeimeldung herauszugeben.
    Der öffentliche Aufruf im Internet ist vollkommen weltfremd.
    Zudem rät die Polizei von solchen Selbstjustizaktionen im Internet ab.
    Man begibt sich damit schnell in einen strafbaren Bereich.

    Soll nun der Rundblick Unna im Namen einer anonymen Nicole K. Polizeiarbeit leisten ?

    „Ich hab‘ gedacht, der fährt mich um.“
    Das beschreibt ein Gefühl.
    Was soll der Aufruf juristisch bezwecken?
    Es gibt in Deutschland für so etwas auch kein Schmerzensgeld.

    Der Runddblick Unna kann auch gar nicht die Erzählung der Leserin nachprüfen. Sie könnte auch ein Hirngespinst sein.
    Er sollte nicht öffentliche private Fahndungsaufrufe übernehmen die eigendlich im Auftragsbereich der Polizei liegen.

    PS: Man könnte ja auch einfach das Fahrrad sicher die wenige Meter über den Gehsteig durch den kurzen Tunnel schieben. Wenn man nicht zu faul ist.

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