„Drastisch, aber unvermeidlich“: Kreis Unna kündigt kurzfristig Verträge mit Reinoldus Rettungsdienst – DRK übernimmt

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Der private Rettungsdienst Reinoldus, hier bei einem Einsatz im Kreis Unna. (Foto RB)

Verträge mit Reinoldus Rettungsdienst gGmbH beendet – Rettungsdienst bleibt sichergestellt, vermeldete der Kreis Unna am Donnerstagnachmittag (26. März):

Die Kreisverwaltung Unna hat die Verträge mit der im Insolvenzverfahren befindlichen Reinoldus Rettungsdienst gGmbH kurzfristig außerordentlich gekündigt.

Nahtlos übernimmt das DRK die benötigen Rettungswagen, unterstreicht der Kreis.

„Die Sicherstellung des Rettungsdienstes ist weiterhin zu jeder Zeit lückenlos gewährleistet.“

Nachdem das Unternehmen bei Nachforschungen der Rettungsdienstbehörde Zweifel an der Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Betriebes nicht ausräumen konnte, habe die Kreisverwaltung zur außerordentlichen Kündigung greifen müssen, um Störungen im Rettungsdienstbetrieb auszuschließen.

„Zuletzt hatte Reinoldus im Bereich des (nicht-zeitkritischen) Krankentransportes wiederholt Dienstschichten abgemeldet“, erklärt die Kreisverwaltung. „Bekanntlich verfolgt der Kreis Unna im Bereich des Bevölkerungsschutzes die klare Linie, keinerlei Risiken für die Versorgung der Bevölkerung in Kauf zu nehmen.

Für die Situation mit Reinoldus bedeutete dies, dass jede Gefahr dahingehend, dass die Leistungsdefizite des Unternehmens auf den sensiblen Bereich des Notfallrettungsdienstes übergreifen, sicher ausgeschlossen werden musste.  Deshalb war dieser drastische Schritt nunmehr unvermeidlich.“

Aufgrund der Kündigung übernimmt das DRK die bisher von Reinoldus betriebenen Notfallrettungsmittel (zwei Rettungswagen – RTW, im 24 Stunden-Dienst am Standort Fröndenberg) zum 1. April. Die Übertragung der Kapazitäten im qualifizierten Krankentransport (sechs Krankentransportwagen – KTW) erfolgt sodann sukzessive im Laufe des April.

„Wir sind dafür verantwortlich, dass der Rettungsdienst in den Kommunen jederzeit gewährleistet ist“, so Dezernent Holger Gutzeit. „Wir können da kein Risiko eingehen, das auf Kosten der Bevölkerung geht. Wenn jemand in Not ist, muss sichergestellt sein, dass auch ein Rettungswagen schnell verfügbar ist. Das hat oberste Priorität und das stellen wir mit diesem Schritt sicher.“ PK | PKU

Quelle Kreis Unna

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