Jetzt Tempo 10 statt 30 auf Schlaglochpiste L881 zwischen Bausenhagen und B1 – Land kündigte vor 3 Jahren Sanierung an

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Das Limit von 30 auf dem zertrümmerten Teilstück der Hauptstraße zwischen Fröndenberg-Bausenhagen und Unna-Siddinghausen wurde jetzt nochmals reduziert. Foto: Bernd Pieper

Die Landesstraße L881, Hauptstraße von Fröndenberg-Bausenhagen über Siddinghausen zur B1 bei Westhemmerde (sie heißt sogar „Hauptstraße“), ist derart kaputt, dass auf einer Teilstrecke seit gut 15 Jahren nur noch Tempo 30 gefahren werden darf.

Eine der kaputtesten Landesstraßen im Kreis Unna und vermutlich weit darüber hinaus sollte eigentlich endlich saniert werden. Das teilte Straßen.NRW vor inzwischen schon einiger Zeit mit – konkret vor drei Jahren.

Damals berichteten wir auf unserer Partnerseite Ausblick am Hellweg über den Straßensanierungsplan des Landes für das Jahr 2023 wie folgt:

Die L 881 von Fröndenberg-Bausenhagen nach Unna-Hemmerde steht auf dem Landesstraßen-Sanierungsprogramm NRW für 2023.“

Passiert ist auf der Hauptstraße zwischen Fröndenberg und der Bundesstraße B1 binnen drei Jahren – nichts. Bis jetzt.

Drei Jahre nach der Ankündigung zur Komplettsanierung durch das Land hat Rundblick-Leser Bernd Pieper eine Entdeckung gemacht und am Freitag (20. 3.) an unsere Redaktion gemeldet:

„Gleich drei !!! neue 10 km/h-Schilder auf der kaputtesten Straße Deutschlands zwischen Bausenhagen und Siddinghausen. Wollte Straßen.NRW da nicht längst aktiv werden?!“

Das hat der aufmerksame Leser richtig in Erinnerung. Unsere Ankündigung über die in Aussicht gestellte Sanierung datiert vom 9. April vor drei Jahren.

Für die Deckensanierung der mit Schlaglöchern übersäten 7,3 Kilometer, die als Palzstraße in Bausenhagen beginnt, als Hauptstraße Richtung Siddinghausen weitergeht und als Westhemmerder Straße auf der B1 endet, waren im damaligen Sanierungsplan der Landesregierung rund 1,3 Millionen Euro vorgesehen.

Die Fahrbahn dieser Landesstraße ist schon seit buchstäblich Jahrzehnten auf der oberen Hälfte in Richtung Bausenhagen derart zertrümmert, dass auf dem am schlimmsten ramponierten Teilstück schon gefühlt ewig ein Limit von 30 km/h gilt. Vor allem für Zweiradfahrer bergen diese Löcher auch bei langsamer Geschwindigkeit hohe Risiken.

Den Startpunkt der im Frühling 2023 angekündigten Sanierung, die aufgrund der Länge der Straße voraussichtlich mehrere Monate dauern wird, legte das Land damals nicht fest. Wohlgemerkt, wie man drei Jahre später sieht.

Die Reduzierung auf eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Stundenkilometern gilt gemeinhin als letzte Maßnahme vor der Komplettsperrung. Dass Tempo 10 nicht mehr nur für Feldwege wie die zwischen Stockum und Nordlünern im Unnaer Osten oder Schleichpfade zwischen Dortmund und Kamen angeordnet wird, sondern jetzt sogar schon für eine Landesstraße, kommt einer Kapitulation der Landesstraßenbaubehörde vor der zerbröselnden NRW-Infrastruktur gleich.

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