Zu einem kuriosen Missverständnis kam es am Montag dieser Woche nach dem Besuch dreier Uniformierter bei einem Bürger in Unna-Mühlhausen.
Der Dorfbewohner, Leser des Rundblicks, informierte unsere Redaktion am Dienstag über den Besuch vermeintlicher Betrüger. „Am Montagmorgen standen drei Personen vor der Tür und stellten sich als Bundespolizei vor. Sie behaupteten, in der Sache einer zerstörten Stromleitung über den Bahngleisen zu ermitteln und dass sie unsere Handynummern zur Bestätigung ihrer Ermittlungen bräuchten.“
Dem Unnaer, der ja oft genug von falschen Polizisten gelesen und gehört hatte, kamen die drei komisch vor. Am Abend des Tages versuchte er vergeblich, die Bundespolizei anzurufen. Am Dienstagmorgen habe er dann die Polizei in Unna angerufen.
„Diese teilte mir mit, dass es keine Ermittlung seitens der Bundespolizei gegeben hätte. Unsere Polizei hatte die Vermutung, dass die drei das Haus auskundschaften wollten. Meine eigene Vermutung ist dass sie an unsere Handynummern kommen wollten, um sie später zu verkaufen.
Alles in allem recht merkwürdig.“
Unsere Redaktion entschied sich dazu, bei der Pressestelle der Bundespolizei nachzufragen.
Denn tatsächlich war es in der Woche zuvor zu genau diesem geschilderten Vorfall an der Bahnstrecke in Unna-Mühlhausen gekommen: Unbekannte hatten von einer Brücke herunter Äste auf die Stromleitung geworfen und sie dadurch demoliert. Wir berichteten HIER.
Das war offenbar sowohl dem misstrauischen Bürger als auch der Unnaer Polizei entgangen. Tatsächlich ging es bei dem Besuch am Montag aber um genau diese Straftat, und die drei Uniformierten waren wirklich Bundespolizisten.
Das bestätigte unserer Redaktion auf Nachfrage Björn Dahle, Polizeihauptkommissar und Sprecher der Bundespolizei in Dortmund. Er bedankte sich für die Anfrage und erklärte:
„Eine Recherche in unserem Haus ergab, dass drei Mitarbeiter der Bundespolizeiinspektion Dortmund in diesem Bereich Ermittlungen durchgeführt haben. Diese stehen im Zusammenhang mit unserer am 03.02.2026 veröffentlichten Pressemitteilung.“
Björn Dahle versichert:
„In diesem Fall waren es also echte Polizisten. Es ist aber gut, dass Sie nachgefragt haben, da die „falschen Polizisten“ leider in letzter Zeit überhand nehmen.“



































