Gedenkfeier im Unnaer Rathaus zur Befreiung von Auschwitz – Wigant (CDU): „Widersprechen, wenn gehetzt wird“

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Kranzniederlegung zum Holocaust-Gedenken. Foto Stadt Unna

Anlässlich des nationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus und der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 81 Jahren fand am Dienstag, 27. Januar, im Unnaer Ratssaal die traditionelle Gedenkveranstaltung statt. Gestaltet wurde sie von Schülerinnen und Schülern des Pestalozzi-Gymnasiums Unna. Ihr Programm umfasste filmische Beiträge, persönliche Statements, eine szenische Lesung, Klaviermusik und Chorgesang.

Der Besuch war zur Uhrzeit von 10 Uhr vormittags allerdings vielen berufstätigen Bürgern nicht möglich.

Bürgermeister Dirk Wigant (CDU) sagte: „‚Nie wieder‘ ist keine Formel für eine Gedenkstunde. Es ist ein Maßstab für unseren Alltag, überall dort, wo Ausgrenzung beginnt, wo Hass verharmlost wird oder Menschenwürde relativiert wird.“ 

Mit Blick auf die Gegenwart ergänzte er:

„Demokratie ist eine Haltung. Sie lebt davon, dass Menschen widersprechen, wenn gehetzt wird.“ 

Im Anschluss an die Feierstunde wurde am Friedensstein im Eingangsbereich des Rathauses ein Kranz niedergelegt. Im Foyer ist eine Fotoausstellung zu einer Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz aufgebaut worden.

Der 27. Januar wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog als nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus eingeführt. Seit 2005 wird er auch international als Holocaust-Gedenktag begangen. In Unna ist es Tradition, dass die jährliche Gedenkfeier im Ratssaal von Jugendlichen der weiterführenden Schulen gestaltet wird.

Quelle: PM Stadt Unna

1 KOMMENTAR

  1. Als würde er seiner eigenen Parteispitze widersprechen. Aber immerhin ein CDUler der nicht ins selbe rechte Horn bläst wie die Bundesebene. Es hätte Unna schlimmer treffen können.

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