WfU regt an: Früheres Eishallen-Areal für den Bau bezahlbarer Wohnungen an die UKBS verpachten

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Was vom Eissport in Unna noch übrig ist: An den kalten Tagen im Januar bildete sich eine Eisfläche auf der künftigen Blühwiese an der Ligusterstraße. Zum ganzjährigen Eislaufvergnügen müssen die Unnaer jetzt nach Bergkamen, Hamm, Dortmund oder Iserlohn fahren. (Foto Martin Trillhose)

Die Fraktion Wir für Unna hat einen Prüfantrag zum früheren Eishallen-Grundstück eingebracht.

Die Verwaltung soll prüfen, ob und in welcher Form die Fläche der ehemaligen Eisporthalle am Ligusterweg effizient vermarktet und entwickelt werden kann.

„Schließlich ist die Eishalle bereits seit 8 Jahren Geschichte und abgerissen.“

In die Prüfung sollen insbesondere die Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU) als Eigentümer der Fläche sowie die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) als potenzieller Entwicklungspartner eingebunden werden, erklärt Sven Arnt, WfU-Fraktionschef.

Gegenstand der Prüfung soll unter anderem sein, ob eine Verpachtung der Fläche von den WBU an die UKBS möglich ist. Dabei soll ausdrücklich auch ein Modell im Rahmen einer Erbpacht geprüft werden.

Darüber hinaus soll geklärt werden, ob die UKBS als Investor die Entwicklung und Bebauung der Fläche übernehmen kann, insbesondere mit dem Fokus auf sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau.

Ebenso sollen mögliche Synergieeffekte einer solchen Konstellation betrachtet werden und auch wie die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Verpachtung im Vergleich zu einem Verkauf der Fläche.

Ein weiterer Prüfungsschritt soll sein, ob potenzielle Pachteinnahmen als Bestandteil einer Gegenfinanzierung für den geplanten Bau der Schwimmsporthalle in Unna-Massen herangezogen werden können, die ja dringend benötigt wird.

Die Fläche der ehemaligen Eisporthalle stelle derzeit eine ungenutzte Brache dar, die jedoch ein erhebliches Entwicklungspotenzial besitze. Gleichzeitig sei der Bedarfsdruck an sozialem und bezahlbarem Wohnraum in der Kreisstadt weiterhin hoch.

Eine Entwicklung der Fläche über eine Verpachtung könnte dazu beitragen, diesen Bedarf zu decken und zugleich das Eigentum an der Fläche in öffentlicher Hand zu halten.

„Wir sehen hier die Chance, mehrere wichtige Ziele miteinander zu verbinden: dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, städtisches Vermögen zu sichern und gleichzeitig neue finanzielle Spielräume zu eröffnen“,

definiert Sven Arnt.

„Ein Verkauf der Fläche würde unser städtisches Tafelsilber dauerhaft aus der Hand geben. Eine Verpachtung hingegen kann regelmäßige Einnahmen generieren und langfristig zur Stabilisierung des Haushalts beitragen.“

Gerade vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage hält die WfU-Fraktion es für sinnvoll, alternative Modelle der Flächenverwertung sorgfältig zu prüfen. Regelmäßige Pachteinnahmen könnten perspektivisch auch einen Beitrag zur Finanzierung großer investiver Projekte leisten, wie etwa der geplanten und dringend benötigte Schwimmsporthalle in Massen.

Mit dem Antrag verfolgt die WfU das Ziel, eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Interessen der Stadt Unna nachhaltig miteinander verbindet.

PM WfU-Fraktion

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