Polizeichef Lange: „205 Messertrageverbote verhängt – 5 % weniger Messerdelikte: Wir sind auf dem richtigen Weg“

3
79
Messerangriff - Symbolbild, Foto Rinke

Seit April 2024 spricht die Polizei Dortmund sogenannte Messertrageverbote aus, die ein bis drei Jahre gültig sind. Am 30.12.25 waren es insgesamt 205, bilanziert die Behörde zum Jahreswechsel.

„Die Prüfung von diesen Verbotsverfahren ist nunmehr zu einem regelmäßigen Standard geworden.“

Bedeutet: Sobald eine Strafanzeige in Zusammenhang mit Messerkriminalität durch die Kripo bearbeitet wird, prüft die Polizei, ob ein längerfristiges Messertrageverbot verhängt werden kann. Das kann auch erfolgen, wenn Einsatzkräfte zum Beispiel bei Personendurchsuchungen ein Messer oder andere gefährliche Gegenstände finden.

Hierzu Polizeipräsident Gregor Lange (SPD):

„Bereits im Laufe des Jahres zeichnete sich ab, dass die Messerkriminalität in Dortmund und Lünen weiter rückläufig ist. Eine erste Trendwende konnten wir schon 2024 nach Einführung der Verbote feststellen. Mit Jahresende 2025 können wir nun bestätigen, dass wir 458 Delikte (2024: 482 Delikte) registriert haben, bei denen ein Messer zum Einsatz gekommen ist. Das ist ein Rückgang von 4,98 % im Vergleich zum Vorjahr (Stand: 30.12.25).“

Besonders erfreulich sei die Beobachtung bei Personenkontrollen in der City und in der Nordstadt, so Lange.

„Insgesamt wurden 266 Personen kontrolliert, gegen die wir ein Messerverbot verhängt hatten und die bei den Kontrollen auch keins daei hatten.“ 61 hatten hingegen trotz gültigen Verbots wieder ein Messer dabei. Lange:

„Das zeigt, dass die Verbote wirken.“

„Wir werden nie konkret messen können, wie viele Straftaten an einem solchen Tag verhindert worden sind. Denn neben dem Zwangsgeld konnten den Personen dann das Messer abgenommen werden.“

Sei es nun durch die Androhung der 250 Euro Zwangsgeld, durch die Kontrollmaßnahmen oder durch die persönliche Ansprache durch den zuständigen Bezirksdienstbeamten, wir stellen fest, dass Messerstraftaten weniger geworden sind. Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Zugleich teilte die Polizei Dortmund in einer anderen Pressemitteilung mit, dass die Videobeobachtung auf der Brückstraße 2026 weitergeführt wird, da sich die Straftaten dort nicht verringert haben. Es gibt zwar weniger Raube, dafür mehr Körperverletzungen.

3 KOMMENTARE

  1. Ein „auf die Person bezogenes Messertrageverbot“ wirkt sinnlos, da es nur zu Konsequenzen kommt, wenn die Person auch erwischt wird. Irgendetwas ist in unserer Gesellschaft falsch. Geschriebene Gesetze scheinen doch „nur für andere“ zu gelten, sei es Lärm an Feiertagen, etc. Sinnvolle Prävention klingt vielleicht Grausam, doch haben viele Religionsgemeinschaften und Völker ihre „Mehrfachstraftäter“ damit im Zaume gehalten: Aug um Aug, Zahn um Zahn (selbst hier vor einigen Jahrhunderten), oder bei den Moslems z.B: klauen?-Hand ab!. Wenn der erwischte Messerangreifer das durchleben müßte, was er seinen Opfern zufügte, wäre die Hemmschwelle größer. Das klingt erstmal Grausam, doch hat es unsere Kulturen eigentlich geprägt. Nie fühlte man sich in abendlichen Städten so unsicher wie in der heut verweichlichten Zeit!

  2. Zitat: „„Insgesamt wurden 266 Personen kontrolliert, gegen die wir ein Messerverbot verhängt hatten und die bei den Kontrollen auch keins daei hatten.“ 61 hatten hingegen trotz gültigen Verbots wieder ein Messer dabei. Lange:
    „Das zeigt, dass die Verbote wirken.““

    Wenn ich das richtig verstehe, wurden also insgesamt 327 Personen mit verhängtem Messertrageverbot kontrolliert und 61 davon hatten dann trotzdem wieder ein Messer dabei.
    61? Und das zeigt, daß die Verbote wirken? In welcher Realität?
    Zumal man auch nicht wissen kann, ob die vor der Verhängung des Verbotes immer ein Messer dabeihatten, oder nur bei bestimmten Gelegenheiten.
    Wenn also nur jeder siebte über Rot fährt, ist alles OK…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here