„Tag der Freude“ – Kanzler Merz eröffnet vier Jahre nach Sperrung die neue A45-Rahmedetalbrücke

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Screenshot von Livestream, Quelle Autobahn GmbH

Dies ist heute ein Tag der Freude“, verkündete Kanzler Friedrich Merz vor laufenden Kameras und überreichte ein „Weihnachtsgeschenk für die Region“.

Eine etwas mehr als vierjährige Leidenszeit sei beendet.

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2 KOMMENTARE

  1. Zitat Herr Merz:
    „Eine etwas mehr als vierjährige Leidenszeit sei beendet.“

    Die Leidenszeit fängt erst richtig an:
    Nun wird mit viel Populismus und Schaumschlägerei ein Teil der A45 Autobahnbrücke bei Lüdenscheid freigegeben. Die A45 hat insgesamt 73 Talbrücken. Berichte bereits aus 2022 sagen, dass dort rund über 50 Brücken alleine im NRW-Abschnitt erneuert werden müssen.
    Aktuell (Stand 2025) werden 33 Bauwerke verstärkt oder ausgebaut, um dessen Beanspruchung zumindest erst mal zu entlasten.
    Die A1 vom Kreuz Unna über das Kamener Kreuz Richtung Kreuz Münster wurde bereits ebenfalls für die nächsten jahrzehnte zur Großbaustelle erklärt.

    Und das ist nur ein kleiner Teil der zusammen gebrochenen Verkehrsinfrastruktur in ganz Deutschland.

    Die benachbarten Niederlande sind eines der dicht besiedelten Länder der Welt und das am eng besiedelte auf dem europäischen Festland. Wenn man dort unterwegs ist, kommt einem die deutsche Verkehrsinfrastruktur vor wie die eines Dritte Welt Landes.

    Jede Woche sterben zwischen den Autobahnkreuzen Unna und Kamen Menschen während der katastrophalen Dauerbaustellensituation dort welche bereits seit jahrzehnten besteht. Die verursacht natürlich auch mehr Unfälle als eine freie ordentlich ausgebaute Strecke. Alleine schon diese gelben oft zerfetzten Flatterbänder auf dem Boden einer Autobahn als Fahrbahnmarkierung. Das Kamener Kreuz hat bei Nacht und Nebel nicht einmal eine ordentliche Beleuchtung.

  2. Die Brücke ist noch gar nicht fertig. Herr Merz hat frühzeitig nur die eine Hälfte der Brücke eröffnet mit eingeengten Fahrbahnspuren und Tempolimit. Eine Großbaustelle ist die Brücke weiterhin. Untersuchungsausschüsse im Landtag NRW haben offengelegt, das die Brücke bewußt vergammelt lassen worden ist. Die Pleite gegangenen Firmen und Einzelhändler in der Region sind nun weg. Die Arbeitsplätze kommen nicht einfach wieder. Jede extraminute Umweg im gewerblichen Warenverkehr muß letztendlich der Endverbraucher zahlen. Der Schaden wird so zusätzlich bei einigen hundert Millionen Euro liegen. Ein „Geschenk“ an die Bürger von ihm ist sie auch nicht, da die Bürger sie ja bezahlt haben. Die Einweihung selber fand ohne die Bevölkerung lediglich mit der politischen Entourage von Herrn Merz und der Presse stand.

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